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2-Jährige im Auto gelassen: Wie kann man sein Kind so quälen?

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Auch diese Mutter ließ ihr schlafendes Kind allein im Auto. Sie war mindestens zehn Minuten weg.
Auch diese Mutter ließ ihr schlafendes Kind allein im Auto. Sie war mindestens zehn Minuten weg.
Foto: Rust
Köln –  

Dramatische Szenen auf einem Parkplatz in Marsdorf: Schockierte Passanten trommeln gegen die Scheiben eines Autos. Auf der Rückbank liegt ein kleines Mädchen (2), bewusstlos. Die Mutter hat es im Wagen in der prallen Sonne zurückgelassen, um „kurz einzukaufen“. Kein Einzelfall. Nur 18 Stunden auf demselben Parkplatz: Wieder wird ein Kind im Auto liegen gelassen.

Montag, 18.20 Uhr: Vor einem Einkaufscenter entdecken Kunden die kleine Eva (2, Name geändert) auf der Rückbank eines Mazdas. Kein Schatten, alle Fenster und Türen verschlossen. Als die Passanten gegen die Scheiben schlagen, kommt von dem Kind keinerlei Reaktion. Die Polizei wird alarmiert.

Ob das Kleinkind schläft oder nicht mehr bei Bewusstsein ist, lässt sich von außen nicht erkennen. Die Türen sind verriegelt.
Ob das Kleinkind schläft oder nicht mehr bei Bewusstsein ist, lässt sich von außen nicht erkennen. Die Türen sind verriegelt.
Foto: RUST

Wenig später treffen auch Feuerwehr und Notarzt ein. Von Evas Mutter fehlt jede Spur. Die Retter können nicht länger warten. Ein Feuerwehrmann schlägt eine Seitenscheibe ein und holt das bewusstlose Kind aus dem Mazda. Kurz darauf kehrt die Mutter zurück.

„Ich habe einen Riesen-schreck bekommen. Meine Tochter hatte doch nur fest geschlafen, und ich habe alle fünf Minuten nach ihr gesehen“, beteuert die junge Mutter gegenüber EXPRESS. Dem widerspricht eine Zeugin, und auch die Polizei ist sich sicher:

Eva muss mindestens 25 Minuten allein im heißen Wagen gelegen haben. Sie wird zur Untersuchung in eine Klinik gebracht. Polizeisprecher Christoph Gilles:

Eine eingeklemmte Wickelunterlage schützt das Kind vor der Sonne, aber nicht vor der Hitze in dem schwarzen Kombi.
Eine eingeklemmte Wickelunterlage schützt das Kind vor der Sonne, aber nicht vor der Hitze in dem schwarzen Kombi.
Foto: RUST

„Gott sei Dank fehlt ihr nichts. Aber das hätte anders ausgehen können. Wir ermitteln gegen die Mutter wegen fahrlässiger Körperverletzung und Verdacht auf Verletzung der Fürsorgepflicht. Das Jugendamt ist informiert.“

18 Stunden später, derselbe Parkplatz, Mittagssonne: Eine Mutter geht einkaufen – ihr Kind bleibt für mindestens zehn Minuten alleine im Auto. Zwar ließ die Frau die Fenster einen Spalt weit geöffnet und hatte einen Sonnenschutz gebastelt. Trotzdem: Lebensgefährlich!

Ruckzuck bis 70 Grad Celsius

Bis zu 70 Grad Celsius können in einem in der Sonne geparkten Wagen in Kürze entstehen. Laut ADAC droht für den Menschen bereits nach 15 Minuten der Kollaps, bei Kleinkindern kann es noch schneller gehen. Also: Niemals Kinder im Sommer im Auto lassen! Die Hitze dringt über die Scheiben ein. Nicht über das Blech. Bei neueren Autotypen sind die Glasflächen größer, deshalb werden sie schneller heiß.

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