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17-Mio-Kunstraub: Unterhändler trafen sich in Köln

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Niederländische Ermittler suchen vor  der „Kunsthal Rotterdam“ nach Tat-Spuren.
Niederländische Ermittler suchen vor der „Kunsthal Rotterdam“ nach Tat-Spuren.
Foto: dpa
Köln/Rotterdam –  

Es war ein dreister und perfekt geplanter Kunst-Diebstahl: Am 16. Oktober 2012 raubte eine Bande in Rotterdam sieben nahezu unverkäufliche Bilder im Wert von rund 17 Millionen Euro.

Eine heiße Spur führt nun zu uns nach Köln. Das Ziel der Ganoven war schnell klar: Gegen die Zahlung eines Lösegeldes sollten die Meisterwerke an den Besitzer, die „Triton-Foundation“, zurückgegeben werden.

Bei den Beutestücken handelt es sich um Ölgemälde und Pastelle von Kunst-Stars wie Pablo Picasso, Henri Matisse, Claude Monet, Paul Gauguin, Meyer de Haan und Lucian Freud. Die Bande schaltete zwei Rechtsanwälte als Vermittler ein. Der Hintergrund: Sie unterliegen der Schweigepflicht.

In Köln fand mindestens ein konspiratives Treffen der Unterhändler mit Vertretern der Triton-Foundation statt. „Wie viel Geld der Besitzer zahlen sollte, können wir wegen der laufenden Ermittlungen nicht sagen“, so Staatsanwalt Ulrich Bremer.

Von den Bildern aus der Kunsthalle Rotterdam fehlt bislang jede Spur; die mutmaßlichen Kunstdiebe konnten dafür aber geschnappt werden. Drei Tatverdächtige wurden bereits in Rumänien, eine junge Frau (19) in Den Haag festgenommen. Gestern dann schlugen die Kölner Ermittler zu.

Ein verdächtiger 46-Jähriger, der laut EXPRESS-Informationen die Anwälte beauftragt hatte, wurde in Süddeutschland verhaftet, so Staatsanwalt Bremer. Das Amtsgericht Köln erließ einen Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Komplizen.

„Der Mann wird jetzt in Baden-Württemberg vernommen und demnächst nach NRW überstellt. Dann müssen wir herausfinden, ob er tatsächlich am Diebstahl beteiligt gewesen ist“, so Bremer.

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