Aktuelle Nachrichten aus Köln, der Welt sowie Neues vom Sport und der Welt der Promis.
Express.de | 1. Fall in Köln: Ist das tödlich? Und vier weitere Fragen zum Zika-Virus
28. January 2016
http://www.express.de/23450594
©

1. Fall in Köln: Ist das tödlich? Und vier weitere Fragen zum Zika-Virus

Am Donnerstag gab das Kölner Gesundheitsamt bekannt, dass eine Frau aus Köln positiv auf das Zika-Virus getestet wurde. Sie wurde in eine Spezialklinik in Hamburg verlegt. Eine Ansteckungsgefahr besteht nicht. Wir beantworten im Folgenden die wichtigsten Fragen rund um den Zika-Virus.

Wie schlimm ist die aktuelle Situation?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) prüft wegen der dramatischen Ausbreitung des mysteriösen Zika-Virus die Ausrufung eines globalen Gesundheitsnotstands.

Dazu sei für kommenden Montag eine Krisensitzung internationaler Virusexperten einberufen worden, teilte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan am Donnerstag in Genf mit.

Der Erreger ist schon in 23 Ländern auf dem amerikanischen Kontinent aufgetaucht und auch nach Deutschland eingeschleppt worden. Hierzulande sind bislang fünf Fälle bekannt geworden, die beim aktuellen Ausbruch importiert worden sind.

Kann der Zika-Virus auch tödlich enden?

Die Krankheit verläuft in der Regel relativ harmlos mit leichtem Fieber und Hautausschlag. Für Embryos im Mutterleib scheint das Virus dagegen gefährlich zu sein. Bei Mikrozephalie ist der Kopfumfang des Kindes kleiner als normalerweise, geistige Behinderungen sind die Folge.

Zudem wird untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen der Zika-Epidemie und dem Anstieg des seltenen Guillain-Barré-Syndroms mit Lähmungserscheinungen besteht.

Lesen Sie auf der folgenden Seite, ob auch in Deutschland die Gefahr einer Infektion besteht.

Was können Schwangere tun, um sich zu schützen?

Wegen der grassierenden Zika-Viren raten auch deutsche Experten Schwangeren vor Reisen in die betroffenen Länder Lateinamerikas ab. Die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin (DTG) und das Auswärtige Amt empfehlen, Reisen in die Ausbruchsgebiete „möglichst zu vermeiden“.

Sollten Reisen unvermeidlich sein, müssten sich Schwangere konsequent vor Mückenstichen schützen. Wenn sie bereits in betroffenen Gebieten unterwegs gewesen sind, sollten sie ihren Frauenarzt bei der Vorsorgeuntersuchung darauf hinweisen.

Besteht auch in Deutschland Gefahr einer Ansteckung?

Virologe Jonas Schmidt-Chanasit sieht in Deutschland keine erhöhte Gefahr. Einer der möglichen Überträger des Virus ist die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus). Sie komme in Südeuropa und auch in Süddeutschland vor. Doch bislang sei keine Zika-Infektion bekannt, die in Europa erworben wurde.

Wo kommt das Virus her?

Das Zika-Virus ist 1947erstmals bei einem Affen aus dem Zikawald Ugandas in Afrika festgestellt worden. Es tauchte anschließend vereinzelt auch in Asien auf und wurde nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wiederholt bei heimkehrenden Touristen nachgewiesen.

Aber erst seit 2015 gibt es einen massenhaften Ausbruch, der in Brasilien seinen Anfang nahm und inzwischen ganz Lateinamerika betrifft. In Deutschland sind bislang fünf Fälle bekannt geworden, die beim aktuellen Ausbruch importiert worden sind.

(lsc)

nächste Seite Seite 1 von 2