Aktuelle Nachrichten aus Köln, der Welt sowie Neues vom Sport und der Welt der Promis.

#einearmlaenge: Netz-Wut wegen Rekers „Verhaltensregeln“ für Frauen

Reker PK

OB Henriette Reker sieht sich massiver Kritik auf Facebook ausgesetzt.

Foto:

AP

Köln -

Kölns neue Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat mit einer Aussage bei dem Krisentreffen zu der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof für einigen Wirbel gesorgt.

Sie möchte mittels „Verhaltensregeln“ für Frauen der Gefahr durch sexuelle Gewalt gegen Frauen entgegentreten. Auf Facebook haben bereits über 2000 Personen überwiegend negative Kommentare unter Rekers Post veröffentlicht.

Rekers Verhaltensempfehlungen im Wortlaut
Köln, 06.01.16: Henriette Rekers "Verhaltensempfehlungen" schlagen im Netz hohe Wellen. Hier gibt es ihre Äußerung im Originalton.

Was empfiehlt OB Reker?

Reker sprach auf der Pressekonferenz von einem „Verhaltenskodex für junge Frauen und Mädchen, damit ihnen solche Dinge nicht widerfahren.“ Angeblich existiert bereits ein solcher Katalog, dieser soll nun aktualisiert und zeitnah veröffentlicht werden.

Diese Präventionsmaßnahmen sollen bereits zu Karneval umgesetzt werden. Es geht unter anderem darum, dass Frauen eine Armlänge Distanz zu Fremden halten sollen.

Sie sollen, wenn möglich, in Gruppen bleiben und sich nicht trennen lassen. Im Notfall sollten die Frauen Passanten um Hilfe bitten und die Polizei rufen.

Fröhliches Verhalten ist nicht gleich sexuelle Offenheit

Weiterhin sind Verhaltensregeln für Karnevalisten „aus anderen Kulturkreisen“ geplant, „damit hier nicht verwechselt wird, was ein fröhliches Verhalten ist in Köln und was mit Offenheit, insbesondere sexueller Offenheit überhaupt nichts zu tun hat.“

Nicht nur auf Facebook kocht die Stimmung – auch auf Twitter. Unter dem #einearmlaenge gibt es bereits jede Menge Kommentare zu dem Thema.

Der Kölner Polizei wird Versagen vorgeworfen. Viele Bürger äußern Unverständnis über die Verhaltensregeln und werfen Reker eine Verharmlosung der Ereignisse vor.

Es kommt auch zu Beleidigungen gegenüber der parteilosen Oberbürgermeisterin in den sozialen Netzwerken. Bis zum Abend kommentierten alleine über auf Rekers Facebook-Seite tausende User ihre Aussagen auf der Pressekonferenz.

(flx)