Empfehlen | Drucken | Kontakt 08.01.2013 - 10:40 Uhr

Erste Folge: So kölsch war die erste Folge „Köln 50667“

Von MARIE TODESKINO
Sam macht Meike eine Kampfansage.
Sam macht Meike eine Kampfansage.
Foto: Screenshot RTL II
Köln –  

Die dunkelhaarige Schönheit Sam und Blondine Meike stehen im In-Schuppen „Kunstbar“. Alex' Ex Sam zischt: „Alex bleibt nicht lange bei dir.“ Seine Neue sagt: „Wenn sie Krieg will, kann sie Krieg haben“. Da wird's noch knallen!

Die Dreiecksgeschichte zwischen Barbesitzer Alex und den beiden Mädels ist der Auftakt der neuen Serie „Köln 50667“. Montagabend wurde die erste Folge der von Laiendarstellern gespielten Scripted-Soap ausgestrahlt.

Köln in Szene gesetzt

Wir haben eingeschaltet und festgestellt: Da steckt ganz schön viel Köln drin! So schick wurde unsere Stadt in einer Serie noch nie in Szene gesetzt. In langen Sequenzen wurden Rhein, Kranhäuser, Ehrenfeld, oder der Dom gezeigt. Das sah richtig gut aus.

Für eine Liebeskummer-Szene mit Neu-Kölnerin Meike wurde sogar auf der „Alten Liebe“ gedreht. Doch nicht nur die typischen Wahrzeichen sind dabei. Ehrenfeld und das Belgische Viertel machen Köln in „50667“ zur Party-Metropole.

Einziger Wermutstropfen: Kölsch gesprochen wurde leider nicht. Dafür wird in der „Kunstbar“, der Hauptlocation von „Köln 50667“ direkt am Dom, Kölsch ausgeschenkt.

Vergleich mit „Berlin Tag & Nacht“

Die schnellen Schnitte und die Kameratechnik erinnerte stark an „Berlin Tag & Nacht“ (BTN). Kein Zufall: „Köln 50667“ ist als Ableger von BTN konzipiert.

Der Aufhänger: Darstellerin Meike wechselt von der Spree an der Rhein. Dadurch werden „Köln 50667“ und BTN verbunden. Das war auch in der ersten Folge zu sehen: Nach einem Zoff mit ihrem neuen Serienfreund Alex telefonierte Meike mit ihren „alten Freunden“ in Berlin.

Alles in allem wirkte „Köln 50667“ in der ersten Folge allerdings weniger prollig als „Berlin Tag & Nacht“ - auch wenn sich schon deftig gezofft wurde. Kostprobe: „Ich lasse mich nicht vera****en“, „Hexe“, „Sch*****e“.

Die andere Aufmachung hat wohl einen Grund: Die Kölner Serie soll sich auch an ein älteres Publikum richten. Deshalb werden auch Themenbereiche wie Patchwork-Familie thematisiert. Außerdem spielt bei „Köln 50667“ mit Max ein echter Luxusproll mit: Er fährt Porsche, wohnt im Kranhaus (eine der teuersten Adressen in Köln).

Fazit

Die Geschichte ist typisch Seifenoper: Liebe, Zoff, Eifersucht und Familienprobleme. Neu ist das nicht wirklich. Einige Charaktere erinnern zudem stark an „Berlin Tag & Nacht“. Doch durch die tollen Köln-Aufnahmen setzt „Köln 50667“ eigene Akzente. Außerdem ist die Idee schön, Köln als angesagte Party-Metropole zu zeigen.

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