Empfehlen | Drucken | Kontakt

Solarium bringt nichts: Was gegen den Winterblues hilft

Von
Spaziergänge an der frischen Luft wirken dem Winterblues entgegen.
Spaziergänge an der frischen Luft wirken dem Winterblues entgegen.
 Foto: dpa

Kalt, nass und grau - im Winter schlägt das Wetter so manchem aufs Gemüt. In diesem Jahr ist es für Betroffene besonders hart: Laut Deutschem Wetterdienst ist es der trübste Winter seit mehr als 40 Jahren. Der Grund für den Winterblues: Wenn Menschen nur wenig Licht abbekommen, wird das sogenannte Schlafhormon Melatonin verstärkt produziert. „Melatonin ist in seiner Wirkung stimmungsdrückend, müde machend“, erklärt der Psychologe Prof. Jürgen Zulley von der Universität Regensburg. In der dunklen Zeit seien Menschen nicht so fit und aktiv wie im Sommer. Der Psychologe Karl Kubowitsch geht davon aus, dass die umgangssprachliche Winterdepression in diesem Jahr ein Massenphänomen ist.
Diese Tipps helfen den beiden Experten zufolge dagegen:

Vor die Türe gehen

Was dem Menschen im Winter fehlt, ist Tageslicht. Künstliche Beleuchtung mit handelsüblichen Glühbirnen helfe nicht viel weiter, erklärt Zulley. „Ich sollte schauen, dass ich jeden Tag möglichst mindestens 30 Minuten am Tageslicht bin“, rät der Psychologe. „Das heißt: Rausgehen, sich draußen bewegen. Dadurch wird das Hormon, das uns so trübe stimmt, unterdrückt.“ Auch das trübe Wetter sollte einen nicht davon abhalten. „Selbst bei wolkenverhangenem Himmel kommt noch Tageslicht durch“, ergänzt Kubowitsch, der als Coach tätig ist. Spazieren gehen sei das natürlichste Mittel gegen den Winterblues - „und völlig frei von Nebenwirkungen“.

Freunde treffen

Ein Treffen in geselliger Runde ist gut fürs Gemüt und bringt auf andere Gedanken. Aber wenn jemand schlechte Laune hat, kostet es oft Überwindung, sich mit Freunden zu verabreden. „Man muss sich da schon am eigenen Schopf packen und selber etwas unternehmen. Das ist, glaube ich, das A und O, um besser damit klarzukommen oder zu verhindern, dass man wirklich in eine trübe Stimmung abrutscht“, sagt Zulley.

Sonnige Gedanken

„Am besten ist es, sich schon morgens bewusst auf kleine Dinge zu freuen: einen netten Kollegen oder eine gemütliche Tasse Kaffee nach der Mittagspause“, rät Kubowitsch. Ganz wichtig sei es zudem, den Feierabend für schöne Dinge zu reservieren. „Man kann sich zum Beispiel einen schönen Urlaub wieder in Erinnerung rufen: Fotos anschauen, mit Freunden ein sommerliches Urlaubsmenü kochen. Dann steigt auch die Vorfreude auf die nächste Reise.“

Nicht auf Süßes verzichten

Auch über die Ernährung können wir unser Wohlbefinden steigern. Die verstärkte Produktion des Melatonins führt laut Zulley dazu, dass wir mehr Hunger haben. Und diesem Bedürfnis sollte man auch nachgeben: „Ich kann nur anraten, Dinge zu tun, die uns in gute Stimmung versetzen. Und dazu gehört natürlich auch ein gutes Essen und für viele auch Süßigkeiten“, sagt Zulley.

Lichttherapie

Wenn die umgangssprachliche Winterdepression ernsthafte Probleme macht, können Betroffene eine Lichttherapie machen. Spezielle, sehr helle Lampen simulieren dabei das Tageslicht. „Die Wirkung dieser Lichttherapie ist antriebssteigernd und stimmungsaufhellend“, erklärt Zulley. Auch Kubowitsch bestätigt die Wirkung der Lichttherapie. Eine Studie von belgischen Forschern habe nachgewiesen, dass bei Lichttherapie die Emotionszentren im Gehirn wieder umschalten. Hilfreich sei aber nur kurzwelliges, blaues Licht. Passende Geräte gibt es auch für zu Hause - laut Zulley müssen dafür aber mehrere Hundert Euro investiert werden.

Solarium

Als Stimmungsaufheller raten beide Experten vom Solarium ab. „Das Risiko für die Haut ist größer als der Effekt fürs Gemüt“, sagt Kubowitsch. Auch Zulley warnt: Um trübe Stimmung zu vertreiben, sei die Wirkung des Lichts auf das Auge von entscheidender Bedeutung. „Im Solarium muss man ja die Augen schließen, weil UV-Licht sollte nicht ins Auge gelangen.“ Das Solarium helfe daher nicht gegen schlechte Stimmung.

Weitere Meldungen aus dem Bereich Klinik am Ring
Trubel, Lärm und Smog schlägt nicht nur auf´s Gemüt.
Stress lass nach
So können uns Großstädte krank machen

Läden, Restaurants, Theater, Partys - das Stadtleben bietet eine Menge. Die Kehrseite: Lärm, Anonymität und Stress. Das kann ernsthaft krank machen. Worauf es ankommt? Auf gute Freunde. Und auf die Balance von Stimulation und Ruhe.

Um Zeckensticke bei Spaziergängen in hohem Gras zu vermeiden, empfehlen Experten die Hose in die Socken zu stecken.
Nach einem Stich nicht lange fackeln
Richtig handeln nach Zeckenstichen

Die milden Frühlingstemperaturen wissen auch Zecken zu schätzen. Nachdem sie im Boden überwintert haben, kommen sie jetzt wieder an die Oberfläche. Und sie warten mit dem Stechen nicht bis zum Sommer. Vorsicht ist also schon jetzt angebracht.

Fulltime-Job, Freundschaft pflegen und auf sich selbst achten. Die Balance zu halten ist eine große Herausforderung für viele.
Arbeit ist nicht alles
Job und Freizeit in Balance bringen

Arbeit, Arbeit, Arbeit: Viele kennen das Gefühl, nur zu schuften und kein Leben mehr zu haben. Job und Freizeit in Balance zu bringen, ist oft gar nicht so leicht. Experten geben Tipps, wie der Spagat gelingen kann.

Klinikprospekt

Homepage der Klinik
Umfrage

Worauf achten Sie am meisten um gesund zu bleiben?

Ärzte der Klinik

Anfahrt

Medizin Spezial
Impressum

Sonderveröffentlichungen der Zeitungsgruppe Köln

Verantwortlich
Redaktion Marco Morinello
Anzeigen Karsten Hundhausen

Verlag
M. DuMont Schauberg
Expedition der Kölnischen Zeitung GmbH & Co. KG
Neven DuMont Haus
Amsterdamer Straße 192
50735 Köln