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Jeder Besuch erhöht Krebsrisiko: Solarium kann wie eine Droge sein

Solarien sind auch im Winter keine Alternative zur Sonne.
Solarien sind auch im Winter keine Alternative zur Sonne.
Foto: dpa / Armin Weigel

Betroffene sind schon stark gebräunt, finden sich aber blass und unattraktiv. Verzichten diese Menschen einige Zeit auf einen Solariumsbesuch, leiden viele von ihnen an Nervosität, Zittern, depressiven Verstimmungen und einem starken Drang nach Sonnenlicht. Darauf weist die Deutsche Krebshilfe in Bonn hin.

Durch die UV-Strahlen werden im Körper Glückshormone ausgeschüttet. Deshalb gehen Experten davon aus, dass sie wie eine körpereigene Droge wirken und glücklich machen. Besonders junge Menschen wollen der Krebshilfe zufolge ihr Wohlbefinden und ihre Attraktivität durch Bräune steigern, unterschätzen dabei aber die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken.

Das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, verdoppelt sich, wenn Solarien bis zu einem Alter von 35 Jahren regelmäßig einmal im Monat genutzt werden. Solariumssüchtige bräunen sich jedoch wöchentlich, im Extremfall sogar täglich. Laut der Krebshilfe liegt bei ihnen wie bei Magersüchtigen ein verzerrtes Selbstbild vor.

Hautkrebs ist in Deutschland die häufigste Tumorart. Am schwarzen Hautkrebs, dem sogenannten malignen Melanom, erkranken nach Angaben der Krebshilfe jährlich etwa 26 000 Menschen. Der schwarze Hautkrebs ist so gefährlich, weil er früh Tochtergeschwülste bildet und dann oft nicht mehr heilbar ist.

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