Wenn 5.000 Düsseldorfer mit Leidenschaft „Viva Colonia“ schmettern, dann weiß man:
Unser Kölscher Karneval kennt keine Grenzen. Bei der „Lachenden Philipshalle“ in der Landeshauptstadt traten fast ausschließlich Kölner Künstler auf. Ein kölscher Elferrat auf der Bühne (Altstädter), die Nippeser Bürgerwehr marschiert, und Marie-Luise Nikuta schmettert ihr Motto-Lied „In Kölle jebützt.“ Nur eins war anders: Statt „Alaaf“ riefen die Jecken „Helau.“
„Jetzt zeigen wir den Düsseldorfern mal, wie man Karneval feiert“, lachte der Kölner Veranstalter Eberhard Bauer-Hofner. „Wir hätten ja auch gerne Düsseldorfer Künstler engagiert – aber da gibt's nicht viel“, sagt er.
Didi Broicher, Präsident der Appelsinefunke, genehmigte sich vor dem Auftritt einige Becher Altbier (Schlösser). „In Frankreich trinke ich Bordeaux, da kann man in Düsseldorf auch zum Alt greifen“, erklärt er, „und ehrlich gesagt schmeckt mir das auch ziemlich gut.“
Sitzungspräsident Wolfgang Nagel ging lieber auf Nummer sicher und brachte ein Pittermännchen von Gaffel mit. Muffensausen hatte Marita Köllner. „Ich trage ja auch noch die Domstadt im Namen, hoffentlich pfeifen die nicht“, sagte sie nervös.
Marita verabschiedete sich mit einem „Helau“ von der Bühne. „Ich habe viele Freunde hier, da muss ein Helau erlaubt sein.“ Ausgepfiffen hingegen wurden die Höhner. Weil sie bei „Hey Kölle“ nach der Zeile „Es gibt Ecken, die sind grau und kalt“ wie gewohnt „Düsseldorf“ ins Mikro brüllten.
Hohn Peter Werrner amüsiert es: „Das gehört zum Program und das ändern wir nicht, nur weil wir in Düsseldorf auftreten.“ Bei „Viva Colonia“ hatte das Publikum unsere Höhner aber schon wieder lieb. Mit von der Partie waren auch Brings, die Paveier und die Bläck Fööss.
Julias harter Kampf zurück ins Leben
Die Bühne war ihre Welt, doch im Alter von 16 Jahren erlitt die Rheinmatrosen-Tänzerin einen schlimmem Schlaganfall. Nun kämpft Julia um eine Rückkehr ins Leben. Zur Unterstützung gibt es ein Benefiz-Konzert der Kölner Bands.
Hurra: Es wird wärmer, wenn’s in Kölle heiß wird!
Nächste Woche beginnt der Straßenkarneval, doch derzeit wird in Köln noch bei heftigen Minusgraden gezittert. Für die jecke Zeit gibt es aber schon jetzt Entwarnung.
Adieu, mein kleiner Gardeoffizier
Bei der Galasitzung der Prinzen-Garde wurden Regimentstochter Verena Gondro und Tanzoffizier Lars Fröhlich feierlich verabschiedet. Dabei floss sogar die oder andere Träne.
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