Empfehlen | Drucken | Kontakt19.02.2010 - 15:00 Uhr

Jecke formieren sich: Netz-Offensive gegen Karnevalsmotto

Von CHRISTIAN KRECKEL
Foto: dpa
Köln –  

„Köln hat was zu beaten” - eigentlich hatte Zugleiter Christoph Kuckelkorn gedacht, er würde mit diesem jugendlichen und internationalen Karnevals-Motto für die Session 2011 den Jackpot abräumen.

Doch dieser Schuss geht nun nach hinten los: Gerade die jüngeren Fastelovendsfründe formieren sich im Internet gegen das Motto - immer mehr Kölner schütteln den Kopf, statt mit dem Beat zu nicken!

Zugführer der Motto-Gegner im Internet ist Pascal Müller. Der 19-jährige Kölner fiel aus allen Wolken, als er in einer geselligen Runde mit seinen Freunden die EXPRESS-Nachricht mit dem neuen Motto auf seinem iPhone empfing.

"Wir waren sehr gespannt. Doch dann wussten wir erst nicht, ob das nur ein Witz vom EXPRESS oder ob es ernst gemeint ist", berichtet Müller. Schnell fassten der Bickendorfer und seine Jungs den Entschluss: Wir müssen etwas dagegen tun!

Hat bei Facebook eine Gruppe gegen das Karnevals-Motto gegründet: Pascal Müller.
Hat bei Facebook eine Gruppe gegen das Karnevals-Motto gegründet: Pascal Müller.
Foto: privat

Müller gründete die Facebook-Gruppe mit dem Titel "Kölner gegen das Karnevalsmotto 2011", lud zehn enge Freunde ein. Und die Resonanz war und ist überwältigend: Nach gut 72 Stunden sind der Gruppe bereits knapp 1400 Mitglieder beigetreten, um gemeinsam „Gegen den BEAT” vorzugehen.

„Das zeigt, dass wir mit unserer Meinung nicht alleine sind", sagt Müller, den nun der Ehrgeiz gepackt hat: „Wir versuchen jetzt natürlich weitere Leute zu mobilisieren, um Herrn Kuckelkorn zu zeigen, was Köln von seinem Motto hält, und dass wir uns das nicht BEATEN lassen."

Einhelliger Tenor der Motto-Gegner: Man muss keine denglischen Wörter nehmen, um den kölschen Karneval zu beschreiben. Wozu han mir schließlich uns kölsche Sproch...

Diskutiert mit unter facebook.com/express.de!

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