Da simmer dabei! EXPRESS machte die Höhner-Tour und begleitete die Kult-Band einen Abend lang. Fünf Auftritte in fünf Stunden – das heißt: Harte Arbeit, Zeitdruck, kochende Säle, immer super Stimmung, mitunter zudringliche Fans und auch mal Ärger mit dem Saalpersonal.
Los geht's im Pulmann-Hotel bei der Sitzung der Großen Braunsfelder. Für 20.05 Uhr terminiert, werden die Höhner schon zehn Minuten vorher auf die Bühne gerufen. Weil genug Zeit ist, gibt es als Zugabe noch „Ich bin ene Räuber“ obendrauf. „Das machen wir nicht oft, denn eigentlich müssen wir alle Gesellschaften gleich behandeln“, erzählt Frontschnäuzer Henning Krautmacher.
Weiter in den Gürzenich (Auftritt 21.10 Uhr). Der hat keinen Backstage-Bereich, die Künstler müssen sich an der Theke im Foyer fertigmachen. Peter Werner legt seinen Akkordeon-Koffer auf den Dom Kölsch-Fässern ab. „Wir müssen hier auch arbeiten“, raunzt der Mitarbeiter. Werner süffisant: „Woanders wird man als Weltstar behandelt, im Gürzenich müssen wir auf dem Boden knien.“
Nächster Auftritt im Forum Leverkusen (22.20 Uhr). Schlagzeuger Janus Fröhlich ruht sich einen Moment auf der Treppe aus. „Man ist auch nicht mehr der Jüngste“, scherzte der 59-Jährige. Danach ab in den Kristallsaal (23.30 Uhr). Eine Gruppe „Models“ (männlich und weiblich) stürmt auf die Musiker zu. Die geben bereitwillig Autogramme. Nervt das? „Nein, das sind unsere Fans“, sagt Jens Streifling (der besonders viel schreiben muss).
Letzter Auftritt im Sartory (00.30 Uhr): „Viva Colonia“ gegen 1 Uhr und Schluss. Schnell noch ein Späßchen mit Marc Metzger (Janus klaut ihm das Krätzchen der Bürgergarde blau-gold), noch ein paar Autogramme und ab in den Bus zur Höhner-Zentrale am Girlitzweg.
„Reicht jetzt auch, ich hatte seit 12 Uhr Termine“, ächzt Henning. Hannes Schöner hat noch einen 40 Minuten-Trip nach Hause in die Eifel vor sich. „Das ist zum Runterkommen ganz gut, sagt er, ich denke dabei immer über den vergangenen Tag nach.“
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