Karneval in Düsseldorf
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Skandal bei Sitzungsparty: Der doppelte Prinz

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Prinz Carsten I., Venetia Ursula und Ex-Prinz 
Simon Lindecke auf der Bühne im Schumacher
Prinz Carsten I., Venetia Ursula und Ex-Prinz Simon Lindecke auf der Bühne im Schumacher
 Foto: „Düsseldorfer Ansichten, Holger Stoldt
Düsseldorf –  

Oh, oh! Das macht man aber nicht... Was sich am Samstagabend im Schumacher-Brauhaus an der Oststraße abspielte, ließ alle Karnevalisten aufschreien!

Der „Corps de Jeunesse“ der Prinzengarde Blau-Weiss hatte zur Sitzungsparty eingeladen, Ex-Prinz Simon Lindecke (33) führte durchs Programm. Und der hatte sich etwas ganz Besonderes für den Besuch des Prinzenpaares ausgedacht...

„Das hat es in Düsseldorf noch nie gegeben!“, hatte er vorher verraten. Wie recht er hatte. Denn er stellte sich in seinem alten Prinzenornat neben Prinz Carsten I. auf die Bühne!

Publikum und Prinzenpaar-Gefolge trauten ihren Augen nicht: Der doppelte Prinz auf der Bühne - der erste Skandal dieser Session.

Chefadjutant Rolf Förster: „Was wollte Simon damit erreichen? Carsten die Show stehlen?“ Venetien-Adjutant Albert Horhäuser: „So was macht man nicht. Bei aller Liebe.“

Auch Thomas Merz, Ex-Prinz und Lebensgefährte von Prinz Carsten, zeigte sich empört: „Dafür habe ich kein Verständnis. Nach der Prinzenzeit ist für jeden Schluss. Ich gehe davon aus, dass es ein Nachspiel im Prinzenclub hat.“

Josef Hinkel, Präsident vom Comitee Düsseldorfer Carneval (CC): „Das war nicht mit uns abgestimmt. Wenn die Prinzenzeit vorbei ist, hat das Ornat im Schrank zu bleiben. So entspricht es dem ungeschriebenen Ehrenkodex.“

Simon Lindecke kann die Aufregung um seine „Überraschung“ nicht verstehen. „Ich habe den ganzen Abend meine Verkleidungen gewechselt. Auch das war ein Kostüm, das ich angezogen habe. Ohne Insignien wie Pritsche und Silberkette. Es steht nirgends geschrieben, dass man das nicht darf. Ich habe es nett gemeint.“

Und Prinz Carsten? Er bleibt diplomatisch: „Ich weiß nur, dass man das Ornat nach seiner Prinzenzeit nicht mehr anziehen darf. Eines steht fest: Es gibt nur einen Prinzen - und das bin ich!“

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