Empfehlen | Drucken | Kontakt

Nicole Lindemann (29): "Mir geht es jetzt richtig gut"

Voll beweglich: Nicole Lindemann
Voll beweglich: Nicole Lindemann

Die Diagnose: Hüftdysplasie.

Vor der Operation hatte ich ständig Rückenschmerzen. Deshalb ging ich zum Orthopäden. Der hat mich geröntgt und gesagt, meine Bandscheibe sei nicht in Ordnung. Spritzen und Rheumatabletten halfen nur wenig. Vier Jahre plagte ich mich herum. Die Schmerzen wurden immer schlimmer, bis ich mich eines Morgens kaum noch bewegen konnte. Weil ich einen wichtigen Termin hatte, bin ich trotzdem los.

Um vom zweiten Stock die Treppen ins Erdgeschoss hinabzusteigen, brauchte ich fast eine Dreiviertelstunde. Eine einzige Quälerei. Als ich unten war, bat ich meinen Mann: Fahr mich sofort ins Krankenhaus. Dort wollten sie mich gleich dabehalten, denn sie stellten eine schwere Hüftdysplasie fest. Ich war total überrascht, denn die Hüfte hatte mir nie wehgetan.

Eine Untersuchung ergab: Der Hüftkopf auf der rechten Seite wurde noch nicht einmal zur Hälfte von der Hüftpfanne abgedeckt. Wenn ich mich nicht operieren ließe, dann würde ich in zwei Jahren ein künstliches Hüftgelenk brauchen, sagten mir die Ärzte. Nur 13 Tage nach der OP war ich schon wieder zu Hause. Schmerzen hatte ich die ersten zwei, drei Tage. Danach brauchte ich keine Tabletten mehr.

Schon am Tag nach der Operation habe ich mit der Krankengymnastik begonnen, bin mit meinem Gehwagen selbstständig zur Toilette gegangen. Täglich habe ich mit dem Gehwagen immer längere Strecken auf dem Flur zurückgelegt. Das Einzige, was mich gestört hat, war, dass ich nur auf dem Rücken liegen durfte. Schlafen konnte ich in dieser Zeit kaum. Als ich entlassen wurde, ging ich schon an Krücken. Diese Krücken habe ich sechs Monate behalten, weil ich das operierte Bein erst nach und nach wieder belasten durfte.

Zu Hause habe ich weiter täglich Gymnastik gemacht und mich den Tag über selbst versorgt. Nach sechs Monaten war das Bein wieder voll in Ordnung. Nach einem Jahr wurden die Schrauben entfernt, dazu war ich zwei Tage im Krankenhaus.

Weitere Meldungen aus dem Bereich Hüftschmerz
Arthrose beginnt meist nach dem 50. Lebensjahr, oft mit Schmerzen am Morgen oder nach langem Sitzen.
Arthrose
Was tun, wenn die Hüfte schmerzt?

Um Arthrose muss man sich erst im Alter Gedanken machen? Ein Irrtum, dem viele unterliegen: Überbelastung, Fehlstellungen oder Verletzungen können dem Puffer im Gelenk schmerzhaft zusetzen.

Auch in Deutschland vertrauen Patienten immer häufiger auf fernöstliche Akupunktur zur Schmerztherapie.
Arthrose
Mit Nadelstichen den Schmerz lindern

Arthrose reduziert die Beweglichkeit und ist sehr schmerzhaft. Der Gelenkverschleiß betrifft häufig Hüfte, Knie, Schultergelenk und sogar die Fingern. Alternative Behandlungsansätze setzen auf naturheilkundliche Verfahren.

Arthrose-Betroffenen hilft der Austausch mit Leidensgenossen.
Rheuma-Liga
Extra Hilfe dank Selbsthilfegruppen

Arthrose ist die bekannteste Form der degenerativen rheumatischen Erkrankungen. Betroffene suchen sich neben dem Arzt oft weitere Ansprechpartner, etwa in Selbsthilfegruppen.

Gesundheit
Unsere Partner
Themenübersicht