Empfehlen | Drucken | Kontakt11.03.2010 - 00:38 Uhr

22:29 gegen THW Kiel: Zebras überrennen chancenlosen VfL

Von FRANK NEUSSER
VfL-Spieler Drago Vukovic beim Wurfversuch
VfL-Spieler Drago Vukovic beim Wurfversuch
Foto: Eduard Bopp
Köln –  

Zwei Kieler Anhänger nahmen nach der Sirene Adrian Wagner in den Arm und versuchten, den Gummersbacher zu trösten.

Das zweite Wunder gegen den großen THW blieb aus, der Meister siegte vor 9053 Fans in der LanxessArena mit 29:23 (15:14) und revanchierte sich für das Pokal-Aus gegen den VfL.

Das war ernüchternd. Wir haben zu keinem Zeitpunkt ein Mittel gegen die aggressive Abwehr gefunden und nur 22 Tore erzielt. Das ist natürlich viel zu wenig“, meinte Wagner.
Die Hausherren hatten einen schrecklichen Start. 1:6 lag der VfL zurück. Vorne lief wenig, und hinten kam man immer einen Schritt zu spät.

Dann rappelte sich das Team von Trainer Sead Hasanefendic auf und schaffte durch Adrian Pfahl zu Beginn der zweiten Halbzeit doch den 16:16-Ausgleich. Es sollte der letzte Hoffnungsfunke sein.
Denn danach galoppierten die Zebras unaufhaltsam davon. Besonders Filip Jicha traf nach Belieben und schoss den VfL mit 13 Toren ab.

„Wir konnten die Sensation vom Pokal leider nicht wiederholen. Nach der Pause haben sich die Fehler einfach gehäuft. So kann man eine Weltklassemannschaft wie den THW Kiel nicht schlagen“, meinte der Gummersbacher Christoph Schindler.

Zumindest eine gute Nachricht gab es für den VfL. Das Unternehmen „Intrum Justitia“ ist neuer Premium-Sponsor und spült über 100.000 Euro in die Kasse. Die Schweizer wurden im Kölner Karneval auf den VfL aufmerksam. Der Deal wurde dann innerhalb von vier Wochen eingefädelt.

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