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Wegen maroder Halle: VfL droht Lizenz-Entzug

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Liga-Boss Bohmann betonte: „In dem Zustand steigt dort kein Spiel.“
Liga-Boss Bohmann betonte: „In dem Zustand steigt dort kein Spiel.“
Foto: imago
Köln –  

Sportlich ist der VfL Gummersbach dank einer starken Rückrunde so gut wie gerettet, selbst das finanzielle Chaos der vergangenen Jahre fand in diesem Jahr diesmal nicht statt.

Trotzdem müssen die Oberbergischen mal wieder um die Lizenz zittern. Der Grund: Die Handball-Liga verbietet den Blau-Weißen ab Sommer in der alten Eugen-Haas-Halle zu spielen.

Das bestätigte HBL-Boss Frank Bohman dem EXPRESS: „Die Hallenstandards wurden verschärft. Der Beschluss des Präsidiums ist einstimmig und gilt für alle Bundesligisten, für Kleinkleckersdorf wie für Kiel und Gummersbach. Da gibt es keine Kompromisse. In dem Zustand wird dort kein Bundesligaspiel stattfinden.“

Das bedeutet für den Verein, dass er sich bis zur Fertigstellung der Multifunktionsarena im Herbst 2013 einen neuen Austragungsort suchen muss. Bonn, Siegen, Wuppertal oder Leverkusen wären möglich, genauso wie eine Rückkehr nach Köln in die LanxessArena.

„Der VfL war immer ein guter und verlässlicher Partner. Die Handballer sind natürlich jederzeit willkommen, ihnen steht die Tür offen“, erklärt Arena-Boss Stefan Löcher.

Einen Umzug aus Gummersbach will VfL-Geschäftsführer Axel Geerken jedoch unbedingt verhindern. „Wir stehen in ständigem Kontakt mit der HBL. Ich bin sicher, dass wir eine Kompromisslösung finden werden.“ Bisher ging aber bei Bohmann kein von ihm angeforderter und vernünftiger Alternativvorschlag vor.

Die marode Eugen-Haas-Halle, in der die Gummersbacher 1991 zum letzten Mal Deutscher Meister wurden, gehört schon lange nicht mehr zu den guten Adressen.

Das Licht ist nicht fernsehtauglich, zudem fehlt gegenüber der Haupttribüne eine zweite Tribüne, die die HBL fordert. Die müsste in den Sommerferien provisorisch mit einem hohen Aufwand aufgestellt werden und würde weitere Kosten verursachen, die der VfL nicht tragen will.

Geerken bleibt ähnlich stur wie Bohmann: „Wir werden nicht in einer anderen Halle spielen. Wir betreiben einen enormen Aufwand für die neue Halle, zweitens können wir nichts dafür, dass die Fördergelder erst ein Jahr später geflossen sind.“

Trotz der angebrachten Gründe brauchen die Oberbergischen nicht auf erneute Gnade der Konkurrenz zu hoffen. Denn auch der TV Hüttenberg beim Klassenerhalt und der mögliche Aufsteiger TV Neuhausen müssten umziehen und haben bereits geeignete Hallen in Tübingen beziehungsweise Gießen gefunden.

So sitzt Bohmann am längeren Hebel. Bis Ende August muss eine Einigung her, sonst geht die Handball-Bundesliga im September ohne den Traditionsverein Gummersbach los.

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