Rückraumspieler Dennis Krause ballte die Faust, jubelte gemeinsam mit den VfL-Fans. Standing Ovations in der LanxessArena! Das 11:11 nach der ersten Halbzeit ließ die Herzen höher schlagen.
Sollte Gummersbach etwa der große Coup gegen die übermächtigen Kieler „Zebras“ gelingen? Leider nein. Am Ende hieß es 25:28 – der 18. Erfolg im 18. Spiel (Bundesliga-Startrekord) für die Norddeutschen!
Der VfL krebst derweil weiter im Abstiegsk(r)ampf. Dabei wäre die große Sensation durchaus möglich gewesen. In der ersten Halbzeit war der VfL die bessere Mannschaft, ließ in den ersten zehn Minuten nur drei Gegentore zu und führte 5:3.
Das 11:11 zur Pause war für die Kieler fast schon schmeichelhaft. Mit einer besseren Chancenverwertung wäre für den VfL sogar eine Drei- bis Vier-Tore-Führung drin gewesen.
„Hier müssen wir uns bei Thierry Omeyer bedanken, sonst wäre das Spiel wohl gegen uns völlig aus dem Ruder gelaufen“, musste auch THW-Trainer Alfred Gislason, früher beim VfL, kleine Plätzchen backen.
Der THW zog in der zweiten immer auf fünf Tore davon. Aber der VfL kämpfte – anders als bei so manchen Spielen davor – weiter und biss sich in die Partie zurück.
Zwei Minuten vor dem Ende kam das Team von Trainer Emir Kurtagic noch einmal auf zwei Tore Rückstand heran. Die 8927 Fans witterten Hoffnung.
„Leider sind uns dann aber technische Fehler unterlaufen, und wir sind in Tempogegenstöße reingelaufen, sonst wäre vielleicht mehr möglich gewesen“, zeigte sich Rückraumspieler Adrian Pfahl niedergeschlagen. „Wir haben klasse gekämpft! Die Punkte müssen wir mit solch einer Leistung jetzt gegen andere Teams holen.“
Gummersbacher Tore: Putics (8), Zrnic (5/2), Mahé (4/1), Pfahl (4), Wiencek (3), Lützelberger (1).
Schade VfL! Der Pott ist wohl futsch
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Brand glaubt an vierten VfL-Pott
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