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Unsere Handballer: Bitter! Erst EM-Aus, dann Olympia verpasst

Enttäuscht: Keeper Silvio Heinevetter
Enttäuscht: Keeper Silvio Heinevetter
 Foto: dapd
Belgrad –  

Der Traum vom EM-Halbfinale ist für unsere Handballer geplatzt: Zwei Tage nach dem 26:28 gegen Dänemark verlor das Team von Bundestrainer Martin Heuberger am Mittwoch in Belgrad auch sein letztes Hauptrundenspiel gegen Polen mit 32:33 (17:18).

Das war das Aus bei der Europameisterschaft.

Wild gestikulierend am Spielfeldrand: Trainer Martin Heuberger
Wild gestikulierend am Spielfeldrand: Trainer Martin Heuberger
 Foto: dapd

Und es kam noch schlimmer: Die deutschen Handballer haben auch die Teilnahme an den Olympischen Spielen in London verpasst.

Nach der Niederlage gegen den Polen war die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes auf die Schützenhilfe der Konkurrenz angewiesen. Doch diese blieb aus. Slowenien sicherte sich in der Hauptrundengruppe II Platz drei und liegt damit in der Endabrechnung wie Gastgeber Serbien vor der Mannschaft von Bundestrainer Martin Heuberger. Da auch Polen oder Mazedonien besser als die DHB-Auswahl platziert sein werden, hat der Weltmeister von 2007 keine Chance mehr auf ein Ticket nach London.

So lief das Polen-Spiel:

In der Neuauflage des WM-Endspiels von 2007 agierten die Polen mit einer offensiven 5:1-Deckung und nahmen so Glandorf aus dem Spiel. Die DHB-Auswahl tat sich im Positionsangriff schwer und offenbarte zudem Lücken in der Abwehr. Nach dem ersten Drei-Tore-Rückstand (7:10/15. Minute) nahm Heuberger eine Auszeit und forderte von seiner Mannschaft „mehr Grundaggressivität in der Abwehr“. Die Forderung blieb zunächst ohne Wirkung.

Nach dem 9:12 (18.) reagierte der Coach und brachte im Tor Carsten Lichtlein (Lemgo) für Silvio Heinevetter. Der in diesem Turnier bisher überragende Berliner Heinevetter hatte bis zu diesem Zeitpunkt nur zwei Bälle gehalten. Nach dem 10:14 (21.) kam der Europameister von 2004 aber besser ins Spiel. Linksaußen Klein, der zunächst den Vorzug gegenüber Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen) erhalten hatte, eroberte in der Abwehr einige Bälle und brachte seine Mannschaft mit vier Treffern bis zur Halbzeit wieder bis auf ein Tor heran.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs behielten die Polen ihre offensive Deckung bei, das deutsche Team strahlte aus dem Rückraum nur wenig Torgefahr aus. Das Spiel über den Kreis und die Außen funktionierte aber weiterhin gut, so blieb die DHB-Auswahl trotz einiger Konzentrationsprobleme in der Abwehr und leichten Ballverlusten im Angriff zunächst in Schlagdistanz. Doch Mitte der zweiten Halbzeit häuften sich die Fehler, die Polen blieben eiskalt und hatten die besseren Nerven. In der 45. Minute setzte sich die Mannschaft von Trainer Bogdan Wenta auf vier Tore (28:24) ab.

Das deutsche Team, das den vorzeitigen Einzug ins EM-Halbfinale am Montag durch eine Niederlage gegen Vize-Weltmeister Dänemark (26:28) verpasst hatte, kämpfte aber verbissen um den Anschluss und kam durch den Göppinger Michael Haaß zum Ausgleich (29:29/54.). Kapitän Hens sorgte in der 56. Minute für die erste deutsche Führung, die Sprenger in doppelter Unterzahl sogar Ausbaute. Doch nach einigen Zeitstrafen und der Roten Karte gegen Klein (58.) zogen die Polen in einer spannenden Schlussphase wieder vorbei und der deutsche Traum vom Halbfinale war geplatzt.

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