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Tod von Erhard Wunderlich: Ehefrau Pia: „Ich saß drei Nächte an seinem Bett“

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Erhard Wunderlich (†) galt als bester Handballer der Welt.
Erhard Wunderlich (†) galt als bester Handballer der Welt.
 Foto: dpa
Köln –  

Der überraschende Tod von Erhard Wunderlich im Alter von 55 Jahren am Donnerstagmorgen hat die Handball-Szene zutiefst getroffen.

Viele alte Weggefährten des Jahrhundertspielers von 1999 sind auch einen Tag nach der schrecklichen Nachricht des Todes nach seiner Krebserkrankung immer noch fassungslos.

„Ich bin geschockt und sehr traurig. Ich hatte das große Glück, dass ich mit Sepp zusammen in einer Mannschaft spielen durfte. Er ist zu früh von uns gegangen“, sagte das Gummersbacher Urgestein und Nationalmannschaftskollege Klaus Westebbe. „Ich habe als Kreisläufer sehr von seinem guten Auge und seinen Anspielen profitiert.“

Auch Weltklasse-Torwart Andreas Thiel konnte es nicht fassen. „Man ist immer sehr betroffen, wenn ein Mensch so früh die Segel streichen muss. Erhard war einer der ganz Großen. Da ist es Ehrensache, dass die alte Gummersbacher Garde ihm die letzte Ehre erweisen wird.“

Wunderlichs Sarg wurde am Freitag von Köln aus nach Augsburg überführt, wo der 140malige Nationalspieler, der von 1976 bis 1983 mit dem VfL Gummersbach alle nationalen und internationalen Titel errang, beigesetzt wird.

Seine zweite Ehefrau Pia, die er 1996 kennen- und lieben lernte und drei Jahre später heiratete, organisiert derzeit die Beerdigung ihres Mannes. „Ich habe drei Tage und Nächte bei ihm am Krankenbett gewacht, ehe er eingeschlafen ist. Ich habe ihn für seinen unbändigen Willen bewundert. Er hat gegen die Krankheit gekämpft, aber den Kampf leider nicht gewonnen“, sagt die Ehefrau.

Sie erinnert sich an den letzten gemeinsamen Urlaub: „Wir waren Anfang September noch beim Golfen in Schottland. Damals gab es keine Anzeichen dafür. Es ging ihm sehr gut und er war voller Pläne.“ Besonders seine Stiftung „Handball-Friends“ wollte Wunderlich weiter nach vorne treiben. Die wird Pia Wunderlich nun in seinem Namen weiterführen.

Wunderlichs früherer Trainer Vlado Stenzel, gemeinsam feierten sie 1978 den WM-Titel, hofft, dass die Jugend ihn als Idol sieht. „Erhard war ein Genie, der beste Handballer, den es je auf der Welt gab. Er hätte viel für die Sportart tun können und wäre sicher ein idealer DHB-Präsident gewesen.“

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