Nach der 24:32-Pleite bei Paris St. Germain kam es für Nikola Karabatic am Sonntagabend noch schlimmer. Zusammen mit vier Kollegen des HB Montpellier wurde der Welt-Handballer von der Polizei aus der Halle geführt und mit Sirenen zum Verhör in den Vorort Nanterre gebracht.
Statt eines durchschnittlichen Einsatzes von 5000 Euro sollen an jenem Tag insgesamt 80.000 Euro auf das Spiel gesetzt und damit Gewinne von rund 200.000 Euro gemacht worden sein. Die Wetteinsätze sollen über die Ehefrauen beziehungsweise Freundinnen in drei Wettbüros in Paris, Großbritannien und in der Nähe von Montpellier getätigt worden sein.
Der Ex-Kieler Karabatic hatte wie der mitbeschuldigte Samuel Honrubia bei besagtem Spiel verletzungsbedingt gefehlt. „Die Spieler haben zwar gewettet, aber nicht betrogen“, sagte Verteidiger Eric Dupond-Moretti.
„Damit die Justiz intervenieren kann, bedarf es eines manipulierten Spiels, sonst kann sie nicht eingreifen. Es ist Sache der Staatsanwaltschaft, zu beweisen, dass das Spiel manipuliert wurde. Die Spieler bestreiten auf das Heftigste, das Spiel verschoben zu haben. Sie sind keine Betrüger.“
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