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Remis erst kurz vor Schluss: EM-Krimi gegen Gastgeber Serbien

Nikola Manojlovic in Aktion gegen den besten deutschen Werfer des Spiels, Uwe Gensheimer.
Nikola Manojlovic in Aktion gegen den besten deutschen Werfer des Spiels, Uwe Gensheimer.
 Foto: dpa
Belgrad –  

Als Sven-Sören Christophersen drei Sekunden vor dem Ende den Ausgleich zum 21:21 besorgte, gab es auf der deutschen Bank kein Halten mehr.

Die Handballer bleiben nach dem wichtiger Zähler gegen Serbien im Geschäft im Kampf um das Halbfinale und die Olympia-Qualifikation. Jetzt noch einen Sieg gegen Dänemark am Montag, dann steht das Team unter den besten Vier bei der Europameisterschaft.

Die deutsche Mannschaft begann im Belgrader Hexenkessel sehr nervös und fand zunächst gar nicht in Tritt. Serbien legte gleich vier Treffer vor, bevor Lars Kaufmann nach sieben Minuten endlich das erste Tor gelang. Das Team von Bundestrainer Martin Heuberger kam besser rein, verkürzte auf 6:7, ehe dann aber zu viele leichte Fehler bestraft wurden.

Angeführt von einem starken Momir Ilic zogen die Gastgeber kurz vor dem Wechsel wieder auf 12:7 davon. Alleine der Kieler traf fünfmal für die Serben in den ersten 30 Minuten. Dagegen hatte die deutsche Mannschaft nur eine Erfolgsquote von 29 Prozent. „Die großen Probleme lagen im Angriff. Wir haben zu wenig Geduld in Überzahl bewiesen, anstatt den Ball laufen zu lassen. Denn Serbien hat auch nicht so eine tolle Abwehr“, meinte Ex-Bundestrainer Heiner Brand. „Mit mehr Konzentration haben wir in der zweiten Halbzeit noch alle Möglichkeiten.“

Nach dem Wechsel zeigte die DHB-Auswahl ein anderes Gesicht. Besonders in der Abwehr griffen die Deutschen beherzter zu, zudem vernagelte Torwart Silvio Heinevetter mit tollen Paraden den Kasten. Auf der anderen Gegenseite kamen sie auch zu den einfacheren Toren. Oliver Roggisch brachte die deutsche Mannschaft heran, Christoph Theuerkauf sorgte sogar elf Minuten vor dem Ende den Ausgleich zum 18:18.

Bis zur letzten Sekunde blieb es eng, bis Christophersen Deutschland erlöste. „Wahnsinn. Wir haben uns den Punkt redlich verdient“, jubelte Bundestrainer Heuberger.

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