Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Handball
Berichte über Handball-Länderspiele, VfL Gummersbach und die Handball-Bundesliga

Empfehlen | Drucken | Kontakt

Gruppensieg nach 32:30: Wahnsinn! Heubergers Jungs schlagen Weltmeister Frankreich

Dominik Klein schreit seine Freude heraus.
Dominik Klein schreit seine Freude heraus.
 Foto: dpa
Barcelona –  

WM-Wahnsinn in Barcelona! Die deutschen Handballer haben den haushohen Favoriten Frankreich gestürzt und sind mit einer Gala-Vorstellung zum Gruppensieg bei der WM in Spanien gestürmt.

Die Mannschaft von Bundestrainer Martin Heuberger besiegte den zuvor ungeschlagenen Titelverteidiger in Barcelona nach ihrer mit Abstand besten Turnierleistung mit 32:30 (16:16).

Den Einzug ins Achtelfinale hatte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) bereits vor dem Coup zum Vorrundenabschluss sicher. Gegner in der K.o.-Runde am Sonntag (15.45 Uhr/ZDF) ist Island oder Mazedonien.

Beim ersten Sieg gegen Frankreich seit dem 1. Februar 2007 ragte aus einer ganz starken deutschen Mannschaft Patrick Groetzki mit sechs Toren heraus.

Heuberger hatte die Begegnung gegen den Olympiasieger zum „Lernspiel“ erklärt. Seine Mannschaft zeigte vor 11.500 Zuschauern im Palau Sant Jordi aber überhaupt keinen Respekt vor dem „Lehrmeister“, der in Spanien mit dem dritten WM-Titel in Folge Geschichte schreiben will.

Mit viel Tempo und ständigen Positionswechseln zog die DHB-Auswahl ein flüssiges Angriffsspiel auf und stellte die französische Deckung immer wieder vor große Probleme.

So kam der Weltmeister von 2007 in der Anfangsphase zu sehenswerten Toren aus dem Rückraum, auch weil Thierry Omeyer in der ersten Halbzeit eine ganz schwache Leistung bot.

Der Weltklasse-Schlussmann von Champions-League-Sieger THW Kiel hielt seinen ersten Ball in der 19. Minute, bis zur Pause hatte Omeyer gerade einmal zwei Paraden gezeigt. Nach der 5:4-Führung (7.) musste das deutsche Team aufgrund aggressiver Abwehrarbeit einige Unterzahlsituationen verkraften.

Besonders gegen den ehemaligen Welthandballer Nikola Karabatic (acht Tore) fand die Defensive in dieser Phase kein Mittel, zudem handelte sich Abwehrchef Oliver Roggisch frühzeitig seine zweite Zeitstrafe ein.

Doch auch ein Drei-Tore-Rückstand (5:8/10. Minute) brachte die DHB-Auswahl nicht aus dem Konzept. Zwei Unterzahltreffer von Rechtsaußen Groetzki (Rhein-Neckar Löwen) sorgten in der 15. Minute wieder für eine Führung (10:9).

Bis zur Pause gelang es in dem teils hochklassigen Spiel keiner Mannschaft, sich entscheidend abzusetzen. „Einige Mannschaften haben zu viel Angst, wenn sie gegen Frankreich antreten. Wir hatten keine Angst und wir ziehen unser Spiel durch“, erklärte Kapitän Roggisch in der Halbzeitpause die starke deutsche Vorstellung.

Nach dem Wechsel reagierte der französische Erfolgstrainer Claude Onesta und brachte Daouda Karaboue für den glücklosen Omeyer. Doch auch davon ließ sich der EM-Siebte nicht beeindrucken.

Mit drei schnellen Treffern erwischte die DHB-Auswahl Karaboue eiskalt und zog gegen den Favoriten auf 19:16 davon (33.). Frankreich blieb aber dran und wollte den Gruppensieg nicht kampflos herschenken. So kam der viermalige Weltmeister wieder zum Ausgleich (22:22/39.).

Doch die DHB-Auswahl behielt die Nerven, stand sicher in der Abwehr und nutzte die Fehler der Franzosen konsequent aus. Die Folge war eine 27:22-Führung in der 47. Minute.

Frankreich kämpfte sich zwar noch einmal heran, doch in der spannenden Schlussphase behielt die DHB-Auswahl die Nerven. Die Torhüter Silvio Heinevetter und Carsten Lichtlein wehrten kurz vor dem Ende jeweils einen Siebenmeter ab.

Weitere Meldungen aus dem Bereich Handball
Torhüter Silvio Heinevetter war sicherer Rückhalt des deutschen Teams.
Kantersieg gegen Finnland
Handballer machen EM-Teilnahme perfekt

Der WM-Siebte gewann am Mittwoch in Vantaa das Qualifikationsspiel gegen Gastgeber Finnland mit 34:20 (16:8). Das deutsche Team hat die Teilnahme an der EM in Polen sicher.

Der FC Barcelona feiert den Champions-League-Titel!
Final Four in Köln
Barcelonas Handballer krönen sich mit Champions-League-Titel!

Barcelona ist zum neunten Mal auf Europas Handball-Thron gestürmt. Der spanische Meister besiegte im Champions-League-Finale den ungarischen Titelträger MKB Veszprem mit 28:23.

Enttäuschung in der Kölner Arena: Die Kieler haben auch ihr zweites Spiel verloren.
Champions League
THW Kiel wird Letzter beim beim Final-Four in Köln

Der deutsche Handball-Rekordmeister THW Kiel hat nach dem verpassten Einzug ins Champions-League-Finale beim Final-Four-Turnier in Köln auch das Spiel um Platz drei verloren.

Handball-Tabellen

Dabei sein! Der Liveticker zur HBL Handball Bundesliga! Dazu gibt's noch Team-Porträts, Regelkunde, Statistiken und vieles mehr.

Zur mobilen Ansicht wechseln