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Er starb in Kölner Klinik: Handball-Legende Wunderlich (55) ist tot

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Erhard Wunderlich (r) zieht ab – der VfL Gummersbach gewann am 2. Mai 1982 in der Dortmunder Westfalenhalle das Endspiel um den neu geschaffenen IHF-Pokal gegen RK Zeljeznicar Sarajevo mit 23:14.
Erhard Wunderlich (r) zieht ab – der VfL Gummersbach gewann am 2. Mai 1982 in der Dortmunder Westfalenhalle das Endspiel um den neu geschaffenen IHF-Pokal gegen RK Zeljeznicar Sarajevo mit 23:14.
Foto: dpa
Köln –  

Im Alter von nur 55 Jahren verstarb Erhard Wunderlich, der bis zuletzt in Bergisch Gladbach lebte, im Kölner St. Hildegardis Krankenhaus.

In den vergangenen zwei Tagen kämpfte der ehemalige Jahrhunderthandballer um sein Leben, verlor aber den Kampf gegen den Krebs. Auch eine Operation um einen Tumor zu entfernen, half dem Weltmeister von 1978 nicht mehr, am Donnerstagmorgen um 10.30 Uhr hörte sein Herz auf zu schlagen.

„Er hat gekämpft wie ein Löwe“, sagte seine zweite Ehefrau Pia fassungslos. Die Beerdigung soll in seiner Heimat Augsburg stattfinden.

Handball-Legende Erhard Wunderlich ist tot.
Handball-Legende Erhard Wunderlich ist tot.
Foto: Getty

Ex-Bundestrainer Heiner Brand war geschockt, als mit seiner Frau Christel die Nachricht erhielt: „Das haut mich um. Erhard war ein begnadeter Handballer.“

Wunderlich gehörte zu den besten Handballer der Welt. Für den VfL Gummersbach war er zwischen 1976 bis 1983 aktiv, Er gewann mit den Blau-Weißen alle internationalen und nationalen Titel.

Erhard Wunderlich krönte seine Titelsammlung mit den Oberbergischen 1983 mit dem Gewinn des Europapokals der Landesmeister (dem Vorläufer der Champions League) und der Europameisterschaft der Vereinsmannschaften.

In den Jahren 1981 und 1982 wurde er in Deutschland zum Handballer des Jahres und 1999 zum Handballer des Jahrhunderts gewählt.

Der Höhepunkt seiner einzigartigen Karriere war der Gewinn der Weltmeisterschaft 1978. Mit nur 21 Jahren hatte der 2,04 Meter lange Bayer gehörigen Anteil am Titelgewinn.

„Ich bin schockiert und tief betroffen. Das ist eine Katastrophe“, sagt der damalige Bundestrainer Vlado Stenzel. „Für mich war Erhard einer der großen Handballstars der Welt.“

In 140 Länderspielen warf der Rückraumspieler 504 Tore. „Wunderlich ist für uns das, was Franz Beckenbauer für den Fußball ist“, sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann, als Wunderlich 2004 mithalf, die Sportart wieder nach vorne zu bringen.

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