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Deutscher Top-Werfer: Groetzki sorgt gegen Frankreich für das blaue Wunder

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Patrick Groetzki klatscht die Teamkollegen ab.
Patrick Groetzki klatscht die Teamkollegen ab.
Foto: dpa
Barcelona –  

Es sollte eine Lernstunde für die deutsche Mannschaft werden – und wurde eine Lehrstunde für die Supermacht des Welthandballs. Das DHB-Team hat der WM in Spanien mit dem 32:30 (16:16)-Sieg gegen Frankreich die erste große Sensation beschert und schafft das blaue Wunder. Im Achtelfinale wartet nun Mazedonien.

Als die Schlusssirene im Palau Sant Jordi von Barcelona ertönte, da schien jeder deutsche Spieler plötzlich zehn Zentimeter größer als bei Anpfiff des letzten Vorrundenspiels, und die geschlagenen Giganten, Titelverteidiger und Olympiasieger, schrumpften auf Normalmaß und hatten zumindest für einen Abend ihren Schrecken verloren. Entzaubert.

„Das ist ein tolles Gefühl. Wir haben nicht nur den Weltmeister geschlagen, sondern eine richtig tolle Leistung auf die Platte gebracht“, jubelte Patrick Groetzki, mit sechs Toren bester deutscher Werfer.

Gruppensieger! Vor Frankreich! Im direkten Duell besiegt – mit Glanz und Gloria. Wer hätte das vor der Weltmeisterschaft gedacht? Groetzki: Das können wir genießen, aber es geht weiter. Wir werden mit voller Kraft ins Achtelfinale gehen, nicht dass dort Endstation ist.“

„Jeder hat uns für die Gurkentruppe vom Dienst gehalten, aber wir wissen, was wir können“, verkündete Mittelmann Michael Haaß nach dem ersten Sieg gegen Frankreich seit Februar 2007 mit stolzgeschwellter Brust. Ex-Bundestrainer Heiner Brand lobte die „sensationelle Mannschaft“, die den Franzosen vor 11.500 Zuschauern in allen Belangen überlegen gewesen war.

Nichts scheint mehr unmöglich für die deutsche „Wundertüte“. Die Ausgangslage für das Achtelfinale könnte besser nicht sein. Deutschland trifft morgen als Gruppenerster in Barcelona auf Mazedonien. „Machbare Aufgabe“, urteilt Brand.

„Die WM fängt jetzt erst richtig an“, betont Kapitän und Abwehrchef Oliver Roggisch. Und die deutsche Mannschaft anscheinend auch.

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