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Bei der Handball-WM: Die Gurkentruppe startet durch

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Michael Haaß feiert mit Bundestrainer Martin Heuberger und Kapitän Oliver Roggisch.
Michael Haaß feiert mit Bundestrainer Martin Heuberger und Kapitän Oliver Roggisch.
Foto: Imago
Barcelona –  

Sie hatten nichts zu verlieren und haben alles gewonnen. Die Herzen der Handballfans inklusive.

Beflügelt vom Sensationssieg gegen Frankreich, wollen Deutschlands Handballer im Achtelfinale der WM gegen Mazedonien am Sonntag (15.45 Uhr, ZDF live) den nächsten Coup landen. Die „Gurkentruppe“ startet durch!

Vielleicht ist Petrus Franzose. Am Morgen nach der ersten großen WM-Sensation jedenfalls weinte der Himmel, und die deutschen Spieler nahmen die rund 30 Meter von der Lobby des Teamhotels in Granollers zum Mannschaftsbus, der sie ins neue Quartier in Barcelona beförderte, im Stechschritt. Die Sonne zeigte sich nicht am Himmel – sie schien den Überfliegern aus den Gesichtern.

Die mit Bravour bestandene Feuertaufe gegen den Titelverteidiger im letzten Vorrundenspiel war der Durchbruch, den die neu formierte Mannschaft so dringend gebraucht hat.

„Wir sind hier angereist als die Gurkentruppe vom Dienst, die vielleicht überhaupt keine Chance hat“, erinnert Michael Haaß (29) an die zahlreichen Unkenrufe vor Turnierbeginn. „Jetzt haben wir allen gezeigt, was wir draufhaben – auch uns selbst. “

Der historische erste Sieg gegen die Franzosen seit dem legendären WM-Halbfinale 2007 weckt Erinnerungen an den legendären Ritt zum Titel im eigenen Land. „Wir wollen mehr und noch lange nicht nach Hause fahren“, betont Rechtsaußen Patrick Groetzki.

Das Selbstvertrauen der deutschen Spieler ist riesig – die Chance auf das Viertelfinale auch. Die Vorzeichen haben sich geändert: Alles andere als ein Sieg im Achtelfinale im Palau Sant Jordi von Barcelona wäre eine herbe Enttäuschung, denn der Gegner heißt Mazedonien.

„Die Mannschaft hat Lunte gerochen“, weiß Bundestrainer Martin Heuberger (48), der mal wieder eine schlaflose Nacht hinter sich gebracht hat, mahnt aber vor dem Duell mit dem von Superstar Kiril Lazarov angeführten EM-Fünften: „Wir müssen jetzt schön auf dem Boden bleiben.“

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