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34 Siege in 34 Spielen: Kiel feiert erste perfekte Saison der Sport-Geschichte

Dominik Klein kann's kaum fassen: 34 Siege aus 34 Spielen!
Dominik Klein kann's kaum fassen: 34 Siege aus 34 Spielen!
Foto: dpa
Kiel –  

Tanzende Spieler, ein jubelnder Trainer und überschwänglich feiernde Zuschauer: Als das perfekte Meisterwerk des THW Kiel am späten Samstagnachmittag vollendet war, wurde die Ostseehalle vollends zur schwarz-weißen Partyhölle.

Mit dem 39:29 (18:16)-Erfolg am letzten Bundesliga-Spieltag gegen den VfL Gummersbach haben die Kieler Triple-Sieger einen Rekord für die Ewigkeit geschaffen: Als erste Profi-Mannschaft im deutschen Sport lieferten die Norddeutschen eine perfekte Saison ab und beendeten eine Spielzeit ohne Minuspunkt mit 34 Siegen aus 34 Spielen.

Mit ihrer 17. Meisterschaft entthronten die Kieler Überflieger den HSV Hamburg, der im vergangenen Jahr den Titel geholt hatte. Meisterschaft, Pokal, Champions League - die wohl beste Handball-Mannschaft der Geschichte hat in diesem Jahr alles gewonnen, was es in ihrer Sportart zu gewinnen gibt.

Scheinbar mühelos pulverisierte der THW den Startrekord des TBV Lemgo (36:0) und knackte mit 68:0 Punkten nun auch die bisherige Bundesliga-Bestmarke von 65:3 Zählern, die der Rekordmeister erst vor drei Jahren aufgestellt und seitdem gemeinsam mit Lemgo gehalten hatten. Dabei präsentierte sich Gummersbach am letzten Spieltag zunächst als Party-Schreck.

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Bis kurz nach der Halbzeitpause hielten die Oberbergischen die Partie offen (18:17), ehe die Kieler leidenschaftlich davonzogen. Vor allem bei Omeyer-Ersatz Andreas Palicka im THW-Tor konnten sich die Zebras im ersten Abschnitt bedanken, dass sie nicht ins Hintertreffen gerieten und am Ende souverän gewannen. Beste Torschützen bei den Kielern waren Kim Andersson und Marcus Ahlm mit je acht Treffern.

Für Gummersbach traf Igor Anic am häufigsten (7). Der Schlusspfiff in der mit 10.285 Zuschauern ausverkauften Arena war auch gleichzeitig der Startschuss für eine lange schwarz-weiße Partynacht. Nach der Übergabe der Meisterschale und den Ehrungen für THW-Coach Alfred Gislason (Trainer der Saison) und den nach Kopenhagen wechselnden Rückraumschützen Andersson (bester Spieler) ging es per Autokorso durch die Stadt. Auf dem Rathausplatz, auf dem das Spiel auf einer Großbildleinwand übertragen worden war, wurde schließlich das zweite Triple der Vereinsgeschichte aus dem 17. Meistertitel, dem achten DHB-Pokal-Sieg und dem dritten Champions-League-Triumph mit tausenden Fans zelebriert.

Alle weiteren Entscheidungen in der Liga waren bereits vor dem letzten Spieltag gefallen: Die SG Flensburg-Handewitt nimmt als Vizemeister ebenso wie die Füchse Berlin als Dritter in der kommenden Saison an der Champions League teil. Vorjahresmeister HSV Hamburg ist als Vierter zunächst ebenso wie die Rhein-Neckar Löwen als Fünfter sicher für den neuen EHF Europa Pokal qualifiziert. Das Team von Trainer Martin Schwalb hofft allerdings noch auf die Möglichkeit, über ein Wildcard-Turnier in die Champions League zu gelangen.

Der SC Magdeburg ist Sechster und damit ebenfalls für den Europacup qualifiziert. Für die drei Aufsteiger Bergischer HC, Hüttenberg und Hildesheim geht es dagegen direkt wieder in die zweite Liga.

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