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28:23 gegen Mazedonien: WM-Viertelfinale! Deutsches Handball-Märchen geht weiter

Jubel auf der deutschen Bank und bei Bundestrainer Martin Heuberger.
Jubel auf der deutschen Bank und bei Bundestrainer Martin Heuberger.
Foto: dpa
Barcelona –  

Das Handball-Fieber grassiert wieder: Die deutschen Handballer dürfen dank des überragenden Silvio Heinevetter und einer erstklassigen Abwehrleistung weiter vom größten Erfolg seit dem goldenen Wintermärchen 2007 träumen!

Die Mannschaft von Bundestrainer Martin Heuberger besiegte im WM-Achtelfinale nach zahlreichen sehenswerten Paraden des Berliner Torhüters zwei Tage nach dem Überraschungs-Coup gegen Titelverteidiger Frankreich auch den EM-Fünften Mazedonien in Barcelona 28:23 (13:9).

Viertelfinal-Gegner der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) ist am Mittwoch in Saragossa Gastgeber Spanien oder Vize-Europameister Serbien, die am Montag aufeinandertreffen.

Bester deutscher Werfer beim vierten Sieg im vierten Vergleich mit den Mazedoniern war vor 8200 Zuschauern im Palau Sant Jordi der Magdeburger Stefan Kneer mit fünf Treffern.

Stefan Kneer war beste deutscher Werfer.
Stefan Kneer war beste deutscher Werfer.
Foto: dpa

DHB-Auswahl legt bärenstark los

Unter den Augen von Weltverbandspräsident Hassan Moustafa und DHB-Boss Ulrich Strombach bot der EM-Siebte erneut eine bärenstarke Abwehrleistung. Kapitän Oliver Roggisch und Michael Haaß bildeten in der Anfangsphase einen schier unüberwindlichen Mittelblock vor Heinevetter.

Den Mazedoniern um Superstar Kiril Lazarov fiel zunächst kein Mittel gegen das deutsche Bollwerk ein. So erkämpfte sich der Weltmeister von 2007 in der Defensive immer wieder die Bälle, die im Tempogegenstoß zu Torerfolgen genutzt wurden. Konsequenz war eine schnelle 4:0-Führung nach sieben Minuten.

Mazedonien gelang erst in der achten Minute der erste Treffer, Rückraum-Ass Lazarov musste sogar bis zur elften Minute bis zu seinem ersten erfolgreichen Wurf warten. Heinevetter zog dem WM-Torschützenkönig von 2009 und dessen Team mit zehn Paraden im ersten Durchgang eindrucksvoll den Zahn.

Zielstrebig und mit schönen Varianten agierte derweil die DHB-Auswahl. Auf die Anspiele auf den Kieler Kreisläufer Patrick Wiencek fand die offensive mazedonische 5:1-Deckung zunächst kein Mittel.

Als Adrian Pfahl gegen seinen Gummersbacher Teamkollegen Borko Ristovski im Tor der Mazedonier in der 23. Minute zur ersten Sechs-Tore-Führung traf (11:5), hatte das schwer auszurechnende deutsche Team schon neun verschiedene Torschützen - eine bemerkenswerte Bilanz.

„Neun Gegentore sind super. So müssen wir weitermachen und im Angriff noch etwas mehr den Ball laufen lassen“, sagte Abwehrchef Roggisch in der Halbzeitpause.

Christophersen verletzt sich

Einziger Wermutstropfen im ersten Durchgang war die frühe Verletzung von Sven-Sören Christophersen. Der Berliner prallte in der fünften Minute mit seinem Gegenspieler unglücklich zusammen und musste mit Schmerzen im linken Knie und Oberschenkel danach zuschauen.

Doch Ersatzmann Kneer fügte sich glänzend ein. Nach dem Wechsel bot sich das gleiche Bild. Das deutsche Angriffsspiel war zwar nicht fehlerfrei, doch auf Heinevetter und die Abwehr um Roggisch war weiterhin Verlass.

Mazedonien verkürzte dennoch auf 16:18 (43.), doch Heinevetter verhinderte gegen den frei vor ihm auftauchenden Dejan Manaskov den Anschlusstreffer.

Ein Treffer von Tobias Reichmann und ein Doppelpack seines Wetzlarers Teamkollegen Kevin Schmidt stellten die Weichen endgültig auf Sieg und Viertelfinaleinzug (21:16/47. Minute).

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