Empfehlen | Drucken | Kontakt30.05.2010 - 19:44 Uhr

Finale 2011: Köln will den Grand Prix

Foto: dpa
Köln –  

Der „Eurovision Song Contest“ (ESC) findet 2011 in Deutschland statt. Das ist seit Lena Triumph klar.

Doch wo? Vier Städte sind im Rennen. Neben Berlin, Hannover und Hamburg will vor allem Köln den ESC austragen.

Das Ringen um den Song Contest wird zu einem Politkum. Denn gestern brachten die vier Bundesländer ihre Regierungschefs in Stellung. „Das muss nicht immer in der jeweiligen Bundeshauptstadt stattfinden“, sagte NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) auf EXPRESS-Anfrage.

„Köln ist der größte Standort für Fernsehproduktionen und hat Deutschlands größte Veranstaltungshalle. Auch die Kulturhauptstadt kommt in Frage.“

Unterstützung bekommt er von Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD). „Mit der LANXESSarena verfügen wir über einen tollen Austragungsort. Außerdem hat die Stadt häufig bewiesen, dass sie ein guter Gastgeber ist.“ Die Stadt werde entsprechende Kontakte aufnehmen. Roters wertet es als „nicht allzu schlechtes Zeichen“, dass Lena ihre erste Pressekonferenz am Montag in Köln gibt.

Ralf-Bernd Assenmacher, Chef der LANXESSarena, hat bereits seine Bereitschaft signalisiert. „Wir können uns als Deutschlands größte Arena natürlich sehr gut vorstellen, dass der Grand Prix im kommenden Jahr in der LANXESS arena stattfinden wird“, sagte er zum EXPRESS.

Für NRW plädiert auch Fritz Pleitgen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ruhr 2010 GmbH. „Natürlich haben Hannover und Hamburg die besseren Karten. Aber wenn es ein nationaler Aufschlag werden soll, drängen sich Köln und die Arena auf Schalke auf.“

Doch auch andere wollen den ESC. „Der Grand Prix würde auch zu Berlin und dem kreativen Potenzial der Stadt passen“, sagte Senatssprecher Richard Meng. Noch in der Nacht zu Sonntag ließ Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) verkünden: „Es wäre toll, wenn der Song-Contest nächstes Jahr in die Medienstadt Hannover kommt. Immerhin ist Siegerin Lena Hannoveranerin.“

Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU) konterte: „Wir werden alles tun, um ihn in Hamburg möglich zu machen.“ Thomas Schreiber, ARD-Koordinator Unterhaltung, sagte, dass die Enzscheidung sicher nicht am Montag fallen werde.

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Bei ihm ist der Name Programm: Rambo Amadeus  kann richtig böse gucken – und ist der wohl verrückteste Teilnehmer im ESC-Feld. Der Satiriker aus Montenegro will mit „Ethno-Electro-Funk-Jazz-Rap zur Euro-Krise“ punkten. Sein Motto: Tanzt den Euro! Könnte klappen. Seine Landsleute sind jedenfalls so überzeugt von ihrem Rambo, dass sie auf einen Vorentscheid gleich ganz verzichteten – und ihn direkt zum Sieger erklärten.
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