Zum ersten Mal weit, weit weg von Mami und Papi. Das erleben in der achten Staffel von „Germany’s next Topmodel“ mehr Mädchen denn je. Model-Mama Heidi Klum (39) hat einen Kindergarten um sich geschart, um quotentechnisch zu punkten.
Die Zahlen sprechen für sich: Mehr als die Hälfte der 25 Schönen, die sich ab Donnerstag (ProSieben, 20.15 Uhr) auf den Modelolymp kämpfen wollen, sind noch unter 18, zehn Mädchen waren zu Beginn des Drehs gerade mal 16 Jahre jung.
Teenies, für die Zahnspange und Pickel bisher zu den größten Katastrophen ihres Lebens zählten.
Und jetzt das: große, weite Welt, Zickenkrieg, knallharte Kommentare von Fotografen und Jury. Da fließen bei so manchem zartbesaiteten Seelchen die Tränen.
„Heidi ist dieses Mal besonders nah an den Mädchen dran und muss oft genug trösten“, verrät Topmodel-Manager Günther Klum (67). Dass die Mädchen immer jünger werden, um nach der quotenschwächeren letzten Staffel bei einem noch jüngeren Zielpublikum zu punkten, verneint er.
„Die Maßgabe für den Model-Scout lautete in diesem Jahr, kein Mädchen unter 1,76 Meter vorzuschlagen“, weiß er. „Und offensichtlich ist er da bei den Jüngeren eher fündig geworden.“
Blutjung, groß, knabenhafte Figur - eine Mixtur, die Andreas Schnebel vom Bundesverband für Essstörungen für besonders bedenklich hält.
„Dadurch fühlen sich jetzt sicherlich noch jüngere Mädchen angesprochen und versuchen, ihren Idolen nachzueifern.“ Und dass Mädchen wie Lisa (17, 1,76 Meter) sich damit brüsten dürfen, innerhalb kürzester Zeit 25 Kilo abgenommen zu haben, ärgert ihn besonders.
Doch die Kindergartentruppe steht auch für positive Identifikation: Bingyang (19) aus Köln ist eine begnadete Pianistin, Jacqueline (17) aus Hamburg strebt als Modelalternative den Beruf als Priesterin an, und Anna Maria (16) aus Neuenbürg wuchs bis zu ihrem 6. Lebensjahr bitterarm in einem Slum auf den Philippinen auf und paukte in Deutschland verbissen für einen guten Schulabschluss.
Drücken wir die Daumen!
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