Empfehlen | Drucken | Kontakt06.03.2010 - 22:19 Uhr

Bittere 0:3 Niederlage: Zauber-Zidan zwingt Gladbach in die Knie

Von AXEL STRÖTKER
Mohamed Zidan jubelt nach dem 2:0.
Mohamed Zidan jubelt nach dem 2:0.
Foto: ddp,firo
Dortmund –  

„Europapokal, Europapokal“, sangen die BVB-Fans selig. Dortmund schoss sich mit dem 3:0 gegen Gladbach aus der Krise. Weil sich die Verfolger die Punkte gegenseitig wegnahmen oder patzten, reifen auf der Süd-Tribüne die Europa League-Träume.

Die Gäste begannen zum vierten Mal hintereinander in unveränderter Aufstellung. BVB-Trainer Jürgen Klopp nahm Änderungen in drei Mannschafts-Teilen vor: Felipe Santana ersetzte Mats Hummels sicher in der Innenverteidigung.

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Sebastian Kehl übernahm nicht nur Sven Benders Part im defensiven Mittelfeld, sondern bei seinem Startelf-Comeback die Chefrolle. Der Kapitän trieb das Dortmunder Spiel an, dirigierte die Kollegen. Lucas Barrios kehrte nach abgesessener Sperre in die Sturmspitze zurück.

Die Fohlen wagten sich zunächst mutig nach vorne, ohne sich allerdings zwingende Möglichkeiten herauszuarbeiten. Dortmund verwandelte dagegen gleich die erste Chance eiskalt: Neven Subotic schickte Mohamed Zidan über links, dessen Flanke vollstreckte Kevin Großkreutz. Ausgerechnet Großkreutz, der vorher angekündigt hatte: „Marco Reus wird nach 90 Minuten den Köpf hängen lassen.“ Von seinem Gladbacher Kumpel war außer einer Ecke, die Roberto Colautti auf Roman Weidenfeller wuchtete, nichts zu sehen.

Fohlen-Sportchef Max Eberl in der Halbzeit: „Wir schaffen es nicht, Druck auf Dortmund auszuüben. Nach vorne fehlt die Präzision. Ich denke, dass Mike in der Kabine die richtigen Wort findet und hoffe, dass wir in der zweiten Hälfte andere Gladbacher sehen.“ Der Wunsch ging nicht in Erfüllung.

Der BVB legte durch Zidans Doppelpack nach: Der Ägypter ließ erst einen feinen Linksschuss in den linken Giebel los, danach traf er in die rechte Ecke zum 3:0. Da setzte sich Fohlen-Trainer Michael Frontzeck, der im Vorjahr nach einem 0:6 in Dortmund von Bielefeld entlassen worden war, geschlagen auf die Bank und trank erst mal einen kräftigen Schluck. Gladbach hatte sich ergeben - die begeisterten BVB-Fans winkten mit weißen Taschentüchern.

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