Empfehlen | Drucken | Kontakt30.10.2008 - 00:00 Uhr

Marin war der Eintracht zu klein: Pikantes Wiedersehen für den Zauberzwerg

Von CHRIS BAUMEISTER
Marko Marin traurig auf der Bank.
Marko Marin traurig auf der Bank.
Foto: Getty Images

Mönchengladbach - In Wolfsburg schmorte Nationalspieler Marko Marin 58 Minuten lang auf der Bank. Als er hereinkam, war es viel zu spät, um noch etwas zu bewegen. „Der Trainer hat mir das so begründet, dass er defensiver aufstellen wollte. Deshalb hat er Jojo anstelle von mir gebracht“, erklärt Marin. „Generell ist kein Spieler glücklich, wenn er nicht spielt. Aber ich muss das akzeptieren.“

„Jojo“ van den Bergh ließ Gegenspieler Sascha Rie ther nicht zur Entfaltung kommen. Doch offensiv war von dem Blondschopf nicht viel zu sehen. Borussias Flügelspiel lahmte völlig, Rob Friend verhungerte allein im Sturmzentrum. Das muss sich im Heimspiel gegen Frankfurt dringend ändern. Dann will der Zauberzwerg Riese Rob wieder mit Flanken füttern. „Natürlich hoffe ich, dass ich Sonntag wieder dabei bin und den Trainer mit einer guten Leistung überzeugen kann“, sagt Marko.

Hans Meyer spricht Marko Marin bei der Partie gegen den KSC Mut zu.
Hans Meyer spricht Marko Marin bei der Partie gegen den KSC Mut zu.
Foto: dpa

Motivation genug ist vorhanden, denn mit der Eintracht kommt ein spezieller Gegner in den Borussia-Park. „Ich habe neun Jahre in der Jugend in Frankfurt gespielt. Meine Eltern und meine ganze Familie wohnen immer noch dort. Das ist ein ganz besonderes Spiel für mich“, sagt Marin. Vor drei Jahren wechselte er von der Main-Metropole an den Niederrhein. Weil die Eintracht sein Talent verkannte!

„Es lief eigentlich immer gut, ich machte viele Tore, spielte zeitweise auch vorne im Sturm. Jugendkoordinator Holger Müller sagte mir und meinem Vater aber mehrmals, ich sei zu klein. Mit 16 schickte ich meine Abmeldung an die Eintracht“, erzählt Marin. „Nach neun Jahren wollte ich etwas Neues machen. Ich war zwar immer oben bei den Amateuren, aber man hat mir nie das Gefühl gegeben, irgendwann richtig dazuzugehören. Bei Borussia ist das anders. Alle haben sich von Beginn an um mich gekümmert und mir das Gefühl gegeben, dass ich dazugehöre.“

Sonntag will er seinem Ex-Klub zeigen, dass es ein großer Fehler war, ihn gehen zu lassen…

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