„Dieses Ergebnis ist ein Witz“, kommentiert Gladbachs Trainer Michael Frontzeck das 0:1 beim FSV Mainz.
„Nach Chancen steht es 6:2 für uns. Wir haben drei Hundertprozentige und müssen eigentlich gewinnen.“
Doch nach seinem Tor-Rausch gegen Bremen scheitert Raul Bobadilla im Doppelpack an Heinz Müller. Und als der Argentinier den Mainzer Torhüter ausgespielt hat, trifft er nur das Außennetz. „Raul erwischt nicht immer so einen Tag wie gegen Werder“, stellt sich Frontzeck vor den 22-Jährigen.
Gilt auch für Marco Reus. Nach Malik Fatihs Latten-Kopfball säbelt er vor den Augen von U 21-Nationaltrainer Rainer Adrion über das Leder. Den misslungenen Rettungsversuch bestraft Bo Svensson mit dem Tor des Tages. „Ich war sicher, dass Reus den Ball klärt. Plötzlich liegt er vor meinen Füßen. Da konnte ich nichts anderes machen, als ihn rein zu schieben“, schildert der Däne sein Dusel-Ding.
Ausgerechnet Svensson, der 2007 mit Borussia aus der Bundesliga abstieg und aussortiert wurde, schenkt den Fohlen den entscheidenden Treffer ein. „Das war gegen den alten Verein natürlich etwas Besonderes“, übt Svensson Tor-Rache zum psychologisch günstigen Moment kurz vor der Halbzeit. „Tut mir leid für das Team“, entschuldigt sich Reus.
„Wenn du in allen Belangen überlegen bist, tut das weh“, gesteht Gladbachs Sportchef Max Eberl. „Wir hatten genug Torchancen und machen keins. Mainz macht aus dem Nichts heraus eins, nachdem erst Logan Bailly sehr gut hält und dann Marco Reus über den Ball schlägt.“ Bitterer geht es nicht!
Svensson ehrlich: „Ein glücklicher und unverdienter Sieg. Borussia war mit ihren starken Einzelspielern die bessere Mannschaft. Sie haben die Partie dominiert.“
Doch das Toreschießen vergessen. Nach Bobadilla vergeben auch Reus und Joker Patrick Herrmann im Schlussspurt.
Frontzeck kämpferisch: „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Jetzt heißt es Mund abputzen und Freitagabend im Borussia-Park alles in die Waagschale werfen. Damit wir die drei Punkte im wichtigen Heimspiel gegen Nürnberg in Gladbach behalten.“
Raffael: Neapel statt Gladbach
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Sportdirektor Max Eberl hat den deutschen U21-Nationalspieler Peniel Mlapa (21) von 1899 Hoffenheim verpflichtet. Der Stürmer erhält einen Vierjahresvertrag bis 2016.
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