Michael Frontzeck reißt die Arme hoch. Ballt beide Fäuste. Jubelt los. Borussias Trainer außer Rand und Band nach dem 4:3-Spektakel gegen Bremen. Seine Spieler tanzen auf dem Rasen. Die Fohlen-Fans hüpfen. Gladbach, wie es siegt und lacht.
Der erste Rückrunden-Erfolg hat Borussia in sichere Gefilde gebracht. Punktgleich mit Hoffenheim, Stuttgart und Meister Wolfsburg. 8 Zähler Vorsprung auf Relegationsrang 16. „Wir haben uns klare, realistische Ziele gesetzt – ohne zu träumen. Dafür müssen wir auf der Hut sein und nahezu immer am Limit spielen“, weiß Frontzeck. „Deshalb interessiert mich auch nur das nächste Spiel.“
Klare Ansage: „Mainz ist zuhause ohne Wenn und Aber eine Macht. Sie sind ungeschlagen, haben mit die wenigsten Gegentore kassiert, treten sehr organisiert auf.“ Frontzecks Plan, um die FSV-Erfolgsserie zu stoppen: „Von Beginn an hellwach sein, konzentriert auftreten, die richtige Mischung zwischen der Offensivleistung gegen Bremen und der Defensivleistung in Berlin finden. Das wäre die perfekte Ausrichtung, mit der wir in Mainz bestehen können.“ Er will dem FSV die erste Heimpleite beibringen, am Karnevalsklub vorbei schunkeln. Gladbach, wie es siegt und lacht.
Zuversicht schöpft der Coach ausgerechnet aus Borussias jüngsten Bruchlandungen am Bruchweg. 0:3, 0:3 und 1:4 gingen die Fohlen zuletzt in Mainz unter. Frontzeck: „Wir sind nicht nur durch die FSV-Heimstärke gewarnt. Einige unserer Spieler waren bei allen drei Niederlagen dabei und wissen, wie hoch die Trauben in Mainz hängen. Doch genau deshalb war die Spannung in dieser Trainingswoche unheimlich hoch. Wir sind top-vorbereitet.“
Frontzeck selbst weiß übrigens, wie man in Mainz gewinnt. Als Gladbacher Co-Trainer feiert er 2001 ein 1:0 am Bruchweg.
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