Für Patrick Herrmann (19) wurde ein Traum wahr. Zum allerersten Mal lief der Bubi von Beginn an für Borussia auf – und das im Derby!
„Er hat hatte von der Bank aus schon gute Einsätze und hat sich in der Woche stark präsentiert“, sagte Trainer Michael Frontzeck, der nach den beiden Pleiten in Dortmund und gegen Wolfsburg knallhart durchgriff und ein Trio aussortierte.
Neben Marcel Meeuwis (für ihn spielte Marx) fand sich auch das Sturmduo Roberto Colautti und Raul Bobadilla, das zuvor achtmal in Folge in der Startelf stand, auf der Bank wieder. „Beide brauchen eine Pause“, kommentierte Frontzeck den Wechsel.
Doch die große Überraschung hieß Herrmann, der im rechten Mittelfeld auflief. Das Eigengewächs, das zuvor erst 88 Bundesliga-Minuten (verteilt auf fünf Joker-Einsätze) auf seinem Buckel hatte, machte eine ordentliche Figur. „Patrick hat im Trainingslager auf sich aufmerksam gemacht. Dass es so schnell für ihn geht, war für alle überraschend“, meinte Sportchef Max Eberl.
Der A-Junior spielte bis vor eineinhalb Jahren noch in Saarbrücken, ehe er Offerten aus München, Hamburg, Berlin und Stuttgart ausschlug, um nach Gladbach zu wechseln. „Wir sind stolz drauf, ein weiteres Talent aus unserem Fohlenstall hervorgebracht zu haben“, sagte Eberl.
„Patrick ist ein ähnlicher Spielertyp wie Marco Reus. Er hat taktisches Verständnis, kann sich gut ins System einfügen und hat seine Qualitäten im Spiel nach vorne. Wir brauchen seine Frechheit und Unbekümmertheit.“
Genau die zeigte der 19-Jährige, setzte Pierre Womé immer wieder unter Druck und sorgte mit Flanken für Gefahr. In der 72. Minute war für Herrmann Schluss. „Ich war schon ein wenig aufgeregt“, gab Borussias Debütant zu. „Aber das ist auch normal vor so einer großen Kulisse. Wir haben trotzdem gut gespielt und nehmen verdient einen Punkt mit.“
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