„Das war auf jeden Fall mein bestes Spiel für Mainz“, sagte Eugen Polanski nach dem 1:0 gegen seine Borussia. „Ich habe mich die ganze Woche darauf gefreut und heiß gemacht, wollte noch ein paar Prozent mehr Einsatz gegen die Ex-Kollegen zeigen.“
Das ist dem langjährigen Gladbacher ebenso wie Torschütze Bo Svensson gelungen. Polanski ackerte 93 Minuten im Mittelfeld. Hatte viele Ballkontakte. Ging aggressiv in die Zweikämpfe. Der 23-Jährige gewann das Sechser-Duell gegen seine Gladbacher Nachfolger Michael Bradley und Thorben Marx: „Ich hatte von Anfang an ein gutes Gefühl sowohl in der Defensive als auch in der Offensive etwas bewegen zu können.“
Svensson hielt hinten den Laden zusammen und stocherte vorne den misslungenen Rettungsversuch von Marco Reus ins Fohlen-Netz. „Erst die Vertragsverlängerung bis 2012. Dann dank meines Tores gegen Gladbach gewonnen - besser hätte es nicht kommen können“, formulierte der Däne die Abrechnung der Aussortierten. Svensson traf erstmals seit 1265 Tagen - am 12. August 2006 noch unter Jupp Heynckes zur Fohlen-Führung beim 2:0 gegen Cottbus.
Jos Luhukay hatte beide nach Borussias Bundesliga-Abstieg 2007 weggeschickt. Svensson ging sofort zum damaligen Zweitligisten Mainz. Polanski landete über Getafe im August beim FSV: „Gegen Gladbach konnte ich endlich zeigen, was ich kann!“
Das macht ihn sogar für sein Heimatland interessant. „Mainz hat mit Polanski einen guten Mann im Mittelfeld“, lobte Polens Nationaltrainer Franciszek Smuda und kündigte seinen Besuch für das nächste FSV-Heimspiel am 20. Februar gegen Bochum an. „Danach setzen wir uns zusammen“, bestätigt Polanski die Bemühungen der Polen, ihn für die EM 2012 zu gewinnen. „Mal sehen, was dabei herauskommt.“
Er wurde im polnischen Sosnowiecz geboren, kam als Kind nach Viersen und entwickelte sich bei Borussia zum Kapitän der U 21-Nationalelf. Da Polanski aber bis heute kein A-Länderspiel für Deutschland absolvierte, kann er immer noch polnischer Nationalspieler werden.
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