Mit seinem Abstauber gegen den HSV (1:0) baute Roel Brouwers nicht nur seine Führung in Gladbachs interner Torjägerliste aus, sondern setzte sich auch an die Spitze der besten „Abwehr-Stürmer“ der Liga.
„Nur noch sechs Spiele und ich bin immer noch oben. Vielleicht schafft ich es, bis zum Ende dort zu bleiben“, hofft der Niederländer. Richtige Freude kam bei ihm trotzdem nicht auf - aus traurigem Grund.
„Meine Oma Marie-Luise ist am Dienstag gestorben“, berichtet der Innenverteidiger, der beim Torjubel auf seinen üblichen „Flieger“ verzichtete und stattdessen in den Himmel zeigte. Roel: „Ich habe ihr, und vor allem meinem Opa, der zuhause vor dem TV saß, das Tor gewidmet.“
Seine Großmutter (wurde 82) wäre sicher mächtig stolz auf ihren Enkel gewesen, der Superstar van Nistelrooy keinen Stich ließ. „Zu Null gespielt und getroffen. Besser hätte ich es mir nicht wünschen können“, so Brouwers, der sich nach seinem Gala-Auftritt (Superstar Ruud van Nistelrooy bekam gegen ihn keinen Stich) vor den Augen von Bondscoach Bert van Marwijk berechtige Hoffnungen auf ein WM-Ticket machen darf.
Ein persönliches Treffen mit dem Holland-Berti am Rande des Spiels gab es nicht. Doch Brouwers weiß, woran er ist: „Heitinga und Mathijsen sind gesetzt. Ooijer, Vlaar und Loovens die weiteren Kandidaten. Van Marwijk hat mir gesagt, dass ich auf einem Level mit ihnen bin. Ich träume weiter.“ Mit jedem Treffer für Borussia werden seine Argumente besser.
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