Empfehlen | Drucken | Kontakt17.01.2010 - 21:56 Uhr

Gegen Bochum: Bäcker (19) macht Bum Bum nach 17 Minuten

Von AXEL STRÖTKER und CHRIS BAUMEISTER
Eingespielte Bubis: Fabian Bäcker (li.) und Patrick Herrmann gegen Bochums Neuzugang Milos Maric.
Eingespielte Bubis: Fabian Bäcker (li.) und Patrick Herrmann gegen Bochums Neuzugang Milos Maric.
Foto: Wiechmann
Mönchengladbach –  

80 Minuten bissen sich die Fohlen ihre Zähne vergeblich am Bochumer Abwehrriegel aus. Ohne Matmour (Afrika-Cup), Friend, Colautti, Neuville (alle verletzt) war offensiv tote Hose.

Bobadilla verzettelte sich in Einzelaktionen, Lamidi und Reus blieben blass. Nur Arangos Freistöße sorgten für Gefahr.

Erst zwei Bubi-Joker knackten Bochums Beton-Abwehr: Patrick Herrmann (18), Sekunden vorher eingewechselt, legte perfekt auf. Fabian Bäcker (19) vollstreckte eiskalt und feierte sein erstes Bundesliga-Tor nach 17 Minuten mit geballter Faust.

Bum Bum Bäcker: „Als ich zum ersten Mal frei zum Abschluss kam, war der Ball gleich drin. Super, dass das so geklappt hat. Aber es war auch eine tolle Flanke von Patrick.“

Die schlug Herrmann mit Ansage. „Wir haben am Abend zuvor im Zimmer gelegen und ich habe ich aus Spaß zu ihm gesagt, dass ich ihm einen auflege. Ich hätte aber nie gedacht, dass es wirklich passiert“, sagt Herrmann grinsend.

Irre: Den Pass schlug er mit der Kapitänsbinde in der Hand. „Filip Daems hat sie mir bei der Auswechslung gegeben. Ich konnte nicht bis auf die andere Seite hinüber laufen, um sie Tobi Levels zu bringen. Also bin ich einfach vorne gelaufen und dann irgendwie an den Ball gekommen“, berichtet Herrmann. Kumpel Fabian: „Diese Szene ist irgendwie typisch Patrick. So etwas kann nur ihm passieren.“

Bum Bum Bäcker kam 2004 aus Willingen nach Gladbach, wohnte zusammen mit Herrmann im Internat des Borussia-Parks. „Ich habe seitdem fast jedes Heimspiel oben auf der Tribüne verfolgt und - genau wie die vielen anderen Jungs auch - gehofft, hier irgendwann mal spielen zu dürfen“, sagt Bäcker. „Wenn ich bedenke, wie wenige aus dem Internat es letztlich geschafft haben, ist auf jeden Fall für mich ein Traum in Erfüllung gegangen ist, hier einmal in der Bundesliga aufzulaufen.“

Allerdings war es ein trauriger Traum-Einstand, denn obwohl der Ausgleich in der Luft lag, stand am Ende eine bittere 1:2-Pleite zu Buche. Bäcker: „Mein erstes Bundesliga-Spiel, mein erstes Bundesliga-Tor, aber leider auch meine erste Bundesliga-Niederlage. Deshalb kann ich mich über mein Tor nicht so wirklich freuen, denn der Ärger nicht einen Punkt geholt zu haben überwiegt.“

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