Die älteste Organspenderin war 98 Jahre und spendete Nieren und ihre Leber. Was viele nicht wissen, für eine Organspende gilt keine Altersgrenze. Den Spendeausweis gibt es seit 40 Jahren. Wo man ihn bekommt, und was man sonst noch wissen muss.
Am 3. November 1971, vor 40 Jahren also, wurden die ersten Willenserklärungen ausgegeben mit denen potenzielle Spender ihr Einverständnis ausdrücken können. Seither ist die Anzahl der Inhaber eines Organspendeausweises kontinuierlich gestiegen. Rund 20 Prozent der Deutschen tragen den Ausweis mittlerweile bei sich. Vor 2001 waren es erst zwölf Prozent.
12.000 Menschen warten auf Spenderorgan
Ein guter Fortschritt: Doch längst nicht jeder Betroffene bekommt ein Spenderorgan. Laut der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) warten in Deutschland etwa 12.000 Menschen auf ein Spenderorgan, alleine 8000 auf eine Niere. Im Schnitt warten jedoch dreimal so viele Menschen auf eine Niere wie vermittelt werden können.
Mit dem Organspendeausweis trifft jeder für sich die Entscheidung, ob und welche Organe nach seinem Tod gespendet werden sollen. Darauf kann auch vermerkt werden, ob man einer Organspende widerspricht. Diese Willenserklärung erleichtert es im Ernstfall vor allen den Angehörigen. Liegt kein Ausweis vor, müssen sie entscheiden, ob eine Organspende im Sinne des Verstorbenen gewesen wäre. Offiziell registriert wird die Bereitschaft zur Organspende in Deutschland nicht.
Organspende-Reform ist gescheitert
Erst kürzlich hatte Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) versucht, eine Reform der Einverständniserklärung zur Organspende anzuregen. So sollte die Bereitschaft zur Organspende in einer Einverständniserklärung bei den Krankenkassen abgefragt werden. Bahr hatte jedoch keine Mehrheit für seine Reform gewinnen können.
Die zehn wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Organspende lesen Sie in der Bilderstrecke.
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