Als Teenager war es cool aber als Erwachsener passt das Tattoo vielleicht nicht mehr zu einem. Die gute Nachricht: Man kann es entfernen lassen. Die schlechte Nachricht: Das ist teuer, schmerzhaft und nicht gerade schnell erledigt
Nicht jeder oder jede trägt ein Tattoo aus der Jugendzeit so souverän wie Bettina Wulff. Dass die Frau des Ex-Bundespräsidenten auf dem rechten Oberarm tätowiert ist, war zwar zu Wulffs Amtszeit immer wieder ein Tuschel-Thema. Doch die ehemalige First Lady schien das nicht zu stören. Auch bei offiziellen Anlässen trug sie selbstverständlich ärmellose Kleider, die ihr Tattoo am Arm nicht bedeckten.
Der eintätowierte Name ist nicht mehr aktuell
In die Laser-Sprechstunde von Wolfgang Kimmig kommen dagegen Menschen, die ihr Tattoo loswerden wollen. Weil der eintätowierte Name nicht der des aktuellen Partners ist, sondern der Name des Ex-Partners. Weil ein Symbol nicht mehr gefällt oder es an einer allzu sichtbaren Körperstelle angebracht ist.
„Ein Tattoo lässt sich jedoch nicht ganz so einfach wieder wegmachen“, warnt der Dermatologe, der sich auf kosmetische Laserentfernung spezialisiert hat. Zwar gibt es mittlerweile moderne Lasergeräte, mit denen sehr gute Behandlungserfolge erzielt werden. Doch einfach zurückverwandeln lässt sich die verzierte Körperstelle keinesfalls. Bei großflächigen, farbigen Tätowierungen rate er unter Umständen sogar von einer Behandlung ab, so der Hautarzt am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Denn es gilt: Je größer und bunter das Motiv, umso schwieriger ist die Entfernung.
Rötliche und gelbe Farbtöne lassen sich kaum entfernen
So sind Laien-Tattoos, die einfarbig mit der Nadel per Hand in die Haut gestochen sind, relativ einfach zu entfernen. Bei Profi-Tattoos, die mit der Maschine gestochen werden, ist das schon schwieriger. Rötliche und gelbe Farbtöne lassen sich fast gar nicht entfernen. Und mindestens sechs Sitzungen sind in der Regel nötig, bis man das leidige Tattoo los ist. Zwischen den Sitzungen braucht die Haut jeweils mehrere Wochen Ruhe, damit sie sich erholen kann. Das Entfernen dauert folglich alles in allem viel länger und ist auch teurer und schmerzhafter als das Stechen. Gut, wenn man das vorher weiß.
Wie genau die Tattoo-Entfernung funktioniert, was sie kostet und was man beachten sollte, lesen Sie in unserer Galerie.
1. Wo kann man sein Tattoo entfernen lassen?
Da eine Tattoo-Enfernung mit Laser in vielen Bundesländern nicht als medizinischer, sondern als ein ästhetisch-kosmetischer Eingriff angesehen wird, darf dort rechtlich gesehen jeder die Behandlung durchführen. Deshalb bieten neben Hautärzten auch vereinzelt Kosmetikstudios und Tätowierer die Laser-Entfernung an - ohne eine Schulung an den Geräten vorweisen zu können.
Foto: dpa
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