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Experten warnen: Klimaerwärmung lässt Allergiker länger leiden

Allergologen befürchten, dass Pollen-Allergiker bald länger leiden. Schuld ist der Klimawandeln, er sorgt für längere Pollenflugzeiten.
Allergologen befürchten, dass Pollen-Allergiker bald länger leiden. Schuld ist der Klimawandeln, er sorgt für längere Pollenflugzeiten.
Foto: dpa

Heuschnupfen von Mitte Dezember bis Mitte Oktober - das droht Pollen-Allergikern in Zukunft. Wissenschaftler erwarten, dass sich durch den Klimawandeln die Blütephasen in Deutschland ausdehnen und die Pollen fast das ganze Jahr unterwegs sind.

Die Nase läuft, die Augen jucken und tränen - die heiße Phase der Heuschnupfenzeit ist längst vorbei. Doch Experten rechnen damit, dass sich die Pollenflugzeit durch den Klimawandel ausdehnt. „Wenn es wärmer wird, verschieben sich die Blütezeiten“, sagte Thomas Fuchs. Fuchs ist Leiter der Allergologie der Universitätsmedizin Göttingen und Vorstandsmitglied des Ärzteverbandes deutscher Allergologen (AeDA). Er erwartet, dass Pollen dann schon von Mitte Dezember und bis Mitte Oktober fliegen.

Bluttests zur Diagnose einer Allergie

Bei einem Hauttest sollen die Stoffe gefunden werden, die bei dem Betroffenen zu Allergien geführt haben.
Bei einem Hauttest sollen die Stoffe gefunden werden, die bei dem Betroffenen zu Allergien geführt haben.
Foto: dpa

Wer befürchtet, unter Heuschnupfen zu leiden, sollte am besten direkt einen Spezialisten aufsuchen. Einfache Mittel wie Augen kühlen und Gesicht waschen lindern die Beschwerden laut Fuchs nur kurzfristig und unzureichend. In der Pollenflugzeit zwischen März und Oktober empfiehlt Fuchs Bluttests zur Diagnose einer Allergie. Bei einem Hauttest werden Allergene auf die Haut aufgetragen, um die Reaktion zu prüfen. Da die Haut in der Pollensaison schon gereizt ist, sollten Betroffene mit einem Hauttest bis zur allergiefreien Zeit warten.

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Wird eine Allergie festgestellt, besteht akuter Behandlungsbedarf. Kortison-Spray für die Nase und Antihistaminika, spezielle Medikamente gegen die Beschwerden, seien nur zwei Möglichkeiten, die Symptome zu lindern. „Die akute Therapie muss durch eine allergenspezifische Immuntherapie ergänzt werden.“ Dabei lässt sich der Patient Allergene spritzen oder nimmt sie über Tabletten ein. Die Immunisierung sollten Betroffene in der allergiefreien Zeit beginnen, und dann drei bis fünf Jahre lang durchgängig fortführen. Ziel der Therapie ist laut Fuchs dass das Immunsystem nicht mehr auf die Allergene reagiert.

Risiko Nahrungsmittelallergie

Allergien sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen: Sie können chronisch werden und zur Arbeitsunfähigkeit führen. „Bei 90 Prozent der Betroffenen wird die Allergie bei nicht richtiger Behandlung schlimmer.“ Und wer bereits eine Allergie hat, für den steigt das Risiko, eine Nahrungsmittelallergie zu bekommen. „50 Prozent der Birkenpollenallergiker haben auch eine Nussallergie.“

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