Die deutschen Stromkunden müssen im kommenden Jahr deutlich tiefer für die Förderung Erneuerbarer Energien in die Tasche greifen.
Die von allen Verbrauchern mit der Stromrechnung bezahlte Umlage zur Förderung von Wind-, Sonnen- und Biomassestrom steigt zum Jahreswechsel um mehr als 70 Prozent auf 3,5 Cent je Kilowattstunde. Das teilten am Freitag die Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, EnBW Transportnetze und Tennet offiziell mit.
Insgesamt werden die deutschen Verbraucher damit im kommenden Jahr den Öko-Strom mit rund 13 Milliarden Euro subventionieren. Ursache für den drastischen Anstieg der sogenannten EEG-Umlage ist nach Angaben der Übertragungsnetzbetreiber vor allem der Ausbau der Sonnenenergie.
Die installierte Photovoltaik-Leistung in der Bundesrepublik habe sich allein in den ersten acht Monaten dieses Jahres um fast 50 Prozent erhöht. Außerdem vergrößerten die gesunkenen Strompreise an der Leipziger Strombörse den Subventionsbedarf.
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert Produzenten von Wind-, Solar- und Biomassestrom 20 Jahre lange feste Einspeisevergütungen, die deutlich über den derzeitigen Marktpreisen für Strom liegen.
Die Mittel dafür werden über die EEG-Umlage von den Stromkunden aufgebracht. Nach dem Gesetz haben die Übertragungsnetzbetreiber jeweils im Oktober eine Prognose für die im nächsten Jahr zu erwartende Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen und die dadurch notwendig werdende EEG-Umlage zu veröffentlichen.
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