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Versicherungen: Im Alter kann es teuer werden

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Reisekrankenversicherungen nehmen von älteren Kunden oft kräftige Zuschläge.
Reisekrankenversicherungen nehmen von älteren Kunden oft kräftige Zuschläge.
Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de
Köln –  

Gegen das Älterwerden gibt es noch keine Versicherung. Versicherte sollten aber genauer hinschauen, da manche Versicherungen einen „Alterszuschlag“ berechnen oder eine Versicherung ab einem bestimmten Alter gar nicht mehr angeboten wird. Hajo Köster, Berater beim Bund der Versicherten (BdV): „In der Kfz-Versicherung gibt es Seniorenzuschläge: Je nach Anbieter wird der Tarif ab 65 Jahre teurer und teurer. Und Krankenzusatzversicherungen werden ab 70 Jahre kaum noch angeboten.“

Nach Angaben des BdV stellen in der Unfallversicherung viele Anbieter bei Versicherten ab 65 Jahre den Tarif um. Dann werden keine Progression und keine Kapitalleistungen mehr angeboten, sondern nur noch Rentenzahlungen. Und bei einigen Versicherern ende der Vertrag mit 70 oder 75 Jahren. Nach dem 75. Lebensjahr werden nach BdV-Angaben dann keine Neuverträge bei Unfallversicherungen mehr abgeschlossen.

Sieht die Police ein Höchstalter vor?

Auch bei Reiseversicherungen haben fast alle Anbieter inzwischen Alterszuschläge eingeführt, einige versichern Reisende ab einem bestimmten Alter gar nicht mehr. Verbraucherschützer fordern ältere Menschen daher auf, auf Angaben zum Höchstalter bei Versicherungen unbedingt zu achten. Sonst schließen sie unter Umständen eine nicht gültige Versicherung ab oder reisen bei bestehenden Verträgen ohne Schutz. Selbst wer eine laufende Jahresversicherung mit automatischer Verlängerung abgeschlossen hat, sollte einen Blick in die Versicherungsbedingungen werfen. Von sich aus machen die Versicherungen in der Regel nicht auf das Überschreiten der Altersgrenze aufmerksam. Allerdings können Versicherte nutzlos geleistete Prämienzahlungen zurückfordern.

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Zumindest bei Reiseversicherungen raten Verbraucherschützer älteren Reisenden, vor der Reise zum Arzt zu gehen und sich die Reisefähigkeit bestätigen zu lassen. So könne man sich zumindest im Krankheitsfall Diskussionen mit der Versicherung über etwaige Vorerkrankungen ersparen. Einige Versicherungen, zum Beispiel die Europäische Reiseversicherung und die Mondial Assistance, bieten bei Vorerkrankungen sogar eine telefonische Beratung an. Versicherte, die sich dann an die Empfehlungen der Versicherungsärzte halten, haben später keine Probleme mit der Versicherung.

Eine Umgehung der Alterszuschläge oder der Höchstalterregelungen bei einzelnen Versicherungen ist nach BdV-Angaben „nur selten möglich“. BdV-Experte Köster rät deshalb Senioren, schon bei Vertragsabschluss die Versicherungsbedingungen genau zu prüfen. Sein Tipp: „Lieber einen guten Anbieter suchen, da die Annahmekriterien durchaus abweichen können.“

Doch es gibt auch Ausnahmen: Manche Versicherungen sind dagegen eher auf die ältere Klientel ausgerichtet, da sie hauptsächlich für diese Zielgruppe sinnvoll sind, wie etwa bei der Sofortrente (Angebote vergleichen).

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