Dr. Theo Zwanziger (64) bleibt Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Nach der Kritik an seiner Person im Schiedsrichter-Skandal um Manfred Amerell hatte der Boss die Vertrauensfrage gestellt. Alle 47 Vorstandsmitglieder sprachen sich jedoch für Zwanziger aus.
Die Zukunft des Präsidenten hing allerdings am seidenen Faden. „Meine Söhne haben gesagt, Theo alleine gegen den Rest der Welt, das geht nicht. Natürlich habe ich in dieser Woche sehr wohl darüber nachgedacht: Ist die Freude bei diesem Amt noch so stark, dass du dir und deiner Familie das antun willst? Natürlich kostet das Kraft“, sagte Zwanziger und fügte hinzu: „Ich klebe nie an einem Amt, werde mich nie aus dem Sessel raustragen lassen, aber ich habe an diesem Amt trotz der Probleme noch sehr viel Lust.“
Bei einem außerordentlichen DFB-Bundestag am 9. April in Frankfurt wird nicht die Zukunft von Zwanziger, sondern die Neuordnung des Schiedsrichterwesens auf dem Programm stehen. Beim Bundestag im Oktober will sich Zwanziger dann sogar für die kommenden drei Jahre als DFB-Boss wiederwählen lassen.
Während der Sitzung am Freitag wurde Zwanziger unmissverständlich vorgetragen, dass sein Krisenmanagement in der so genannten Sex-Affäre um Manfred Amerell (63) und Michael Kempter (27) kritikwürdig gewesen ist. „Es war bemerkenswert, wie er es ertragen hat. Wir haben alles in seltener Offenheit angesprochen“, sagte Ligachef Reinhard Rauball. Mit dem Eingeständnis seiner Fehler überrollte den Juristen aus dem Westerwald zugleich eine Welle der Solidarität und Loyalität der anderen Präsidiumsmitglieder.
Speziell Rauball und Gerhard Mayer-Vorfelder, der den Präsidenten im EXPRESS noch heftig kritisiert hatte, stellten sich vorbehaltlos hinter Zwanziger und forderten ihn auf, nicht die Flügel hängen zu lassen. Rauball betonte in der gemeinsamen Pressekonferenz: „Die Liga steht 100 Prozent loyal hinter Zwanziger, und wir machen das aus voller Überzeugung und nicht, weil es zur Beruhigung der Situation beitragen kann.“
Am Rande der Sitzung sagte Zwanziger auch, dass Schiri Michael Kempter im Moment unter psychologischer Betreuung stehe.
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8 Stunden und 47 Minuten wurde vor dem DFB-Bundesgericht in Frankfurt verhandelt. Dann verkündete Richter Goetz Eilers nach 80 minütiger Beratung um 22.37 Uhr das Urteil.
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FIFA-Präsident will über andere Entscheidungen beraten. „Der Fußball ist eine Mannschaftssportart, aber wenn er in Situationen eins gegen eins geht, verliert er sein eigentliches Wesen“, sagte der 76-Jährige in seiner Ansprache.
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„Was haben der Glauben und der Fußball gemeinsam? Beide Male muss man sich bekennen! Zum Lieblingsverein. Und zu Jesus Christus!“ Autor David Kadel macht eine Pause. Im Saal der Freikirchlichen Gemeinde Köln-West wird es still.
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