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Spektakuläre neue Gegengerade: Millerntor: St. Pauli plant die perfekte Welle

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Die angedachte „Welle“ : Bis zu 14.000 Zuschauer würde die neue Gegengerade fassen. Selbst ganz oben unter dem Dach könnten noch Fans Platz nehmen.
Die angedachte „Welle“ : Bis zu 14.000 Zuschauer würde die neue Gegengerade fassen. Selbst ganz oben unter dem Dach könnten noch Fans Platz nehmen.
Foto: Agentur Interpol
Hamburg –  

Der Millerntor-Umbau geht in die finale Phase! Die Debatte um den Neubau der Gegengerade im Stadion des FC St. Pauli ist in vollem Gang. Seit Montag kann sich jeder ein Bild von der viel diskutierten "Welle" machen, die als Alternative zum konservativen Umbau à la Süd- und Haupttribüne im Rennen ist. EXPRESS erklärt das unzweifelhaft beeindruckende Bauwerk.


Technische Daten
Die „Macher“
Idee
Alternative
Kosten

Bis zu 14.000 Zuschauer finden auf 11.000 Steh- und 3000 Sitzplätzen Unterschlupf. Die „Welle“ ist zum Spielfeld hin 136 Meter lang (zum Heiligengeistfeld 120 m), 27 Meter hoch, 32 Meter tief und geht über vier Ränge, wobei sich die Oberränge wieder zurück in Richtung Spielfeld staffeln. Hinter dem Sitzbereich des Unterrangs sind zurückgezogene Kiosk-Bereiche für AFM, Fanräume/-laden o.ä. vorgesehen.

Das Ingenieurbüro für Tragwerksplanung OSD unter Leitung von Prof. Harald Kloft und das Architektenteam vom Hamburger Kreativlabor „Interpol +-“, das 2008 gegründet wurde und generell nur auftraggeberunabhängige Projekte entwickelt. Verantwortliche Architekten sind Timothy Pape (Interpol+-) und Lutz Herzog (Werkstatt 2).

Eben kein PR-Gag oder Größenwahn (die Tribüne ist z. B. 19 Meter niedriger als die Münchener Allianz Arena), wie von Kritikern unterstellt, sondern eine rudimentäre Konstruktion ohne Schnick-Schnack aus dem Herzen eines Fußball-Fans sehen die Verantwortlichen in ihrem Projekt, das den Mythos Gegengerade in eine neue Zeit transportieren soll. „Das Bestechende an der Grundform der Welle ist die einfache, elementare Form, die die Grundbedürfnisse der Fußballfans nach großer Nähe zum Spielfeld, perfekter Sicht und gemeinsamem Einfluss auf die Mannschaften und das Spiel aufnimmt“, so Prof. Harald Kloft von OSD Ingenieure. „Im Grunde ist der Entwurf gleichzeitig neu und außergewöhnlich, aber auch verblüffend einfach und in seiner Klarheit grundfunktional aufgebaut.“ Die technische Machbarkeit des Entwurfs sei „von Beginn an gewährleistet“.

Sie stammt vom Architekturbüro ar.te.plan aus Dortmund und orientiert sich optisch wie vom Umfang her stark an Süd- und Haupttribüne. Sie würde 13000 Fans Platz bieten.

Sind „bis Mitte/Ende September Spekulation“, sagt Vize Dr. Gernot Stenger, die „Welle“ dürfte allerdings teurer werden als die konservative Variante. Das Gesamtpaket Gegengerade, Nordkurve (wird in zwei Jahren erneuert) und Umbau Trainingsgelände wird sich laut Stenger und Geschäftsführer Michael Meeske auf „knapp 20 Millionen Euro“ belaufen.

Die Entscheidung fällt Mitte Oktober.

Gleich geht s weiter: Bitte einfach kurz die Frage zum Spot beantworten.

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