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Skandal-Kicker Savage erklärt: Mit welchen Tricks ein Profi seinen Transfer forcieren kann

Robbie Savage spielte in der englischen Premier League und war 39 Mal für Wales im Einsatz - nun ist er BBC-Experte.
Robbie Savage spielte in der englischen Premier League und war 39 Mal für Wales im Einsatz - nun ist er BBC-Experte.
Foto: imago
London –  

Bei einer Ablösesumme von 100 Millionen Euro gerät schnell in Vergessenheit, dass Gareth Bales Abgang von Tottenham Hotspur alles andere als sauber verlief.

Der Rekordmann versuchte sich am Ende seiner Zeit in London mit aller Macht von den „Spurs“ loszueisen. Ohne Absprache erschien der Waliser einige Tage nicht zum Training. Während der Gespräche mit Real Madrid meldete sich Bale dann plötzlich verletzt.

Robbie Savage (38), ein früherer Skandalprofi, hat ein Buch geschrieben: „Elf schmutzige Tricks, seinen Wechsel zu forcieren!“ Lesen Sie mal, was da so alles so steht.

• Schmollen: Ein schlecht gelaunter Spieler zieht die gesamte Mannschaft herunter und steckt mit der schlechten Laune an. Ein Spaltpilz in der Mannschaft ist Gift für die Atmosphäre. „Ich war einer der größten Übeltäter, wenn es um schlechte Laune ging - ich konnte sie nicht verbergen“, sagt Savage.

• Kommunikation einstellen: Täglich zum Training kommen, hart arbeiten, aber dann gleich wieder verschwinden. Kein Kontakt zu den Verantwortlichen oder den Mitspielern. „Ich bin einfach nach Hause verschwunden“, sagt der einstige Skandalprofi Savage, „und bin nicht einmal zum Mittagessen geblieben.“

• Verletzungen vortäuschen: Die beliebteste Art einen Wechsel zu forcieren. „Früher war es aber noch einfacher Verletzungen vorzutäuschen, heute wird man durchleuchtet“, sagt Savage.

• Zeitungsgeschichten: Immer mal wieder einen Tipp geben, welche Vereine an einem interessiert seien - das steigert laut des Ex-Profis den Marktwert: „Ich hatte immer einen guten Draht zu den Reportern.“

• Prügelei: Die extremste Maßnahme, aber laut Savage die effektivste. Er selbst prügelte sich einst mit einem Torwart und durfte den Verein verlassen.

• Vor Personal jammern: Sekretärin, Physio oder Zeugwart - sie alle stehen mit dem Manager in Kontakt und berichten wenn ein Spieler nur noch am nörgeln ist.

• Sich hängen lassen: Die Trainingsleistung rapide senken. Der Trainer wird dies schnell bemerken. „Das habe ich aber nur einmal gemacht - es ist unfair den Mitspielern gegenüber“, sagt Savage.

• Trainer untergraben: Wie Bale einfach nicht zum Training erscheinen, lässt den Trainer grollen - das Tischtuch ist schnell zerschnitten.

• Schlechter Einfluss: „Jeder Spieler kann ein Chaos auf dem Platz oder der Kabine verursachen. Es spielt keine Rolle, was man macht. Hauptsache man macht es schlecht“, weiß der Wechsel-Ratgeber.

• Andere Klubs kontaktieren: „Ein Gespräch unter Teamkollegen bei der Nationalmannschaft reicht da schon. So was nimmt Fahrt auf - Wechselbereitschaft spricht sich schnell herum“, erklärt der einstige Nationalspieler von Wales.

• Medien nutzen: „Wenn ich den Druck erhöhen wollte, habe ich einfach einen Termin mit einem TV-Team vereinbart - ganz ohne Absprache“, so Savage.

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