Manager-Legende. Macho mit Zigarre. Rudi Assauer (65) - ein echter Kerl aus Schrot und Korn. Frauenversteher.
Was sagt so ein Mann zum seit Wochen tobenden Sex-Skandal zwischen dem einstigen Schiri-Sprecher Manfred Amerell und Referee Michael Kempter, in dem täglich neue, schlüpfrige Einzelheiten zutage treten?
Das EXPRESS-Interview mit dem einstigen Macher von Schalke 04.
Oh je. Haben Sie denn keine eigene Meinung?
Das ist wirklich keine schöne Geschichte. Klar ist: Sie schadet dem deutschen Fußball, diese Sache wird in die Annalen eingehen. Und es wird bei diesem Rosenkrieg keinen Gewinner sondern nur Verlierer geben.
Das war ein schöner Hammer.
Nein, nie! Als ich noch in Bremen war, hörte ich, dass unser Masseur schwul ist.
Ich bin zu ihm gegangen und habe ihm gesagt: Junge, tu mir einen Gefallen - such Dir einen neuen Job.
Nein. Überhaupt nicht. In anderen Sportarten mag das vielleicht gehen, aber im Fußball funktioniert das nicht.
Weil die, die sich outen, plattgemacht werden. Von ihren Mitspielern und von den Leuten im Stadion. Diese Hetz-Jagd sollte man ihnen ersparen.
Ich würde ihm sagen: Du hast Mut gezeigt. Aber suche Dir etwas anderes.
Ich würde das Thema nicht offensiv angehen. Man sieht ja an dem jetzigen Skandal, was passiert. Herr Amerell kann sich nicht mehr auf die Straße trauen, Herr Kempter wird wohl nie mehr ein Spiel pfeifen und der vormals exzellente Ruf des DFB ist schwer beschädigt.
Ich schätze Herrn Zwanziger. Er hat gute Arbeit geleistet, unter seiner Ägide ist der deutsche Fußball vorangekommen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er darüber stürzen wird.
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