Cardiff - Der Capitano hat wieder zugeschlagen. Ballacktisch! Der Kapitän ballert uns Richtung Südafrika.
Nicht nur mit einem wahnsinns Schuss sondern auch verbal. Nach dem 2:0-Sieg in Wales staucht er Sturm-Kollege Lukas Podolski zusammen.
Er kann es sich leisten, denn erneut war es Michael Ballack (32), der die Weichen stellte.
Gegen Liechtenstein knallte Ballack in der 4. Minute die Kugel volley zum 1:0 ins Netz. Am Mittwochn holte er in der 11. Minute den Hammer raus.
Nach einem Einwurf schob Hitzlsperger die Kugel rüber, und der Chelsea-Star nahm aus 31,5 Metern Maß. Mit 108 km/h sauste der Ball an Keeper Wayne Hennessey vorbei ins Tor.
EXPRESS hatte es gewusst: Im Tor von Wales stand eine Flasche, aber gegen diesen Knaller war auch nix zu machen. Als dann nach der Pause Ashley Williams eine Gomez-Flanke zum 2:0 ins Tor› schob, war die Sache durch.
Ein perfekter Abend für das deutsche Team, der lediglich von einem heftigen Disput zwischen Ballack und Lukas Podolski überschattet wurde. Mehrmals gerieten die beiden während der Partie aneinander.
In der 67. Minute gab’s noch mal richtig Zoff. Ballack gab Poldi ein paar Anweisungen, der motzte und schlug Ballacks Hand weg. Mertesacker und Lahm gingen sogar schlichtend dazwischen.
Nach dem Spiel entlud sich bei Podolski der Frust über einige misslungene Aktionen. Er sagte: „Wichtig waren die drei Punkte. Jetzt geht es weiter. Den Rest klären wir intern, das ist für mich schnell abgehakt.“
Für Ballack wohl nicht so schnell vergessen: „Lukas ist ein junger Spieler, er hat noch viel zu lernen. Da ging es um taktische Dinge. Ich bin der Kapitän, da ist es meine Pflicht das anzusprechen. Auf dem Platz muss Lukas das annehmen und darf nicht noch handgreiflich werden.“
Jogi Löw ergriff später Partei für Ballack: "Klar ist, Anweisungen vom Kapitän und den erfahrenen Spielern müssen umgesetzt werden. Das ist wichtig."
Im 4:2:3:1-System fühlte sich der Bald-Kölner Podolski unwohl auf der linken Außenbahn. Von Löw gab’s die Höchststrafe - Auswechslung in der 72. Minute. Erst am 12. August geht es für Jogis Jungs nun in der WM-Quali mit dem Spiel in Aserbaidschan (Trainer Berti Vogts schaute Mittwoch zu) weiter.
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