Michael Preetz redete nicht groß um den heißen Brei herum: Der Hertha-Manager hat seine Entscheidung, Michael Skibbe als Coach zu Hertha BSC zu holen, als Fehler bezeichnet.
Skibbe war am Sonntag beim Berliner Fußball-Bundesligisten beurlaubt worden, nachdem er erst Anfang Januar in Berlin seinen Job angetreten hatte.
„Es ist auch meine Verantwortung für Hertha BSC, diese Fehleinschätzung zu korrigieren“, sagte Preetz. „Besonders die Art und Weise der Niederlage in Stuttgart hat uns zum Handeln gezwungen.“ Hertha war am Samstag beim VfB mit 0:5 unter die Räder gekommen.
Am Dienstag werde zunächst ein Interimstrainer die Mannschaft betreuen, kündigte Preetz an. „Aber natürlich werden wir nach einem neuen Trainer suchen.“ Die Entscheidung, sich nach nur fünf Spielen wieder von Skibbe zu trennen, sei am Sonntagmorgen getroffen worden. Am Rande des Trainings war es am Vormittag zu Tumulten gekommen.
Preetz übernahm die Verantwortung, in Skibbe nicht den richtigen Trainer ausgewählt zu haben. Persönliche Konsequenzen schloss er aber aus. „Sie kennen mich ja ein paar Tage“, bemerkte er auf einer spontanen Pressekonferenz. „Ich bin a) ein Kämpfer, der b) nicht wegläuft. Und c) macht es auch nicht jeder, Fehler einzuräumen.“
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat die Entwicklungen am Sonntag als „Desaster“ bezeichnet. Noch in Unkenntnis dessen, dass Trainer Michael Skibbe nach nur fünf Spielen gekündigt wurde, meinte er in Potsdam am Rande der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des Filmstudio Babelsberg: „Das muss besser werden. Das kann aber auch noch besser werden. Wir müssen jetzt nicht verzweifelt sein und der Hertha die Daumen drücken.“
Und Wowereit forderte von Hauptstadtclub: „Hertha selber muss alles unternehmen, damit mal wieder ein Sieg kommt. Gegen Dortmund wird das natürlich schwer. Aber drei Punkte müssen her!“
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