Frankfurt - Eine offizielle Aussage, eine Entschuldigung, blieb zwar am Freitag aus. Aber immerhin zeigte Nationalstürmer Lukas Podolski nach seiner Backpfeife gegen Kapitän Michael Ballack Reue.
Der Bald-Kölner spendet 5000 Euro an eine Fair-play-Aktion des DFB. Und räumte ein, dass sein Verhalten im WM-Qualispiel in Wales (2:0) falsch war und das Team in Misskredit gebracht hat. Poldi telefonierte deshalb am Freitag mit Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff.
Ballack war aber nicht so schnell zu besänftigen: „Die Sache ist nicht zu tolerieren.“DFB-Sportdirektor Matthias Sammer bezeichnete den Streit als „kontraproduktives Signal“, das er nicht gerne sehe. Indirekt kritisierte er sogar die sportliche Leitung der Nationalelf. „Ich kann für den Nachwuchs sagen, dass wir beim DFB da durchgegriffen haben“, sagte Sammer mit Blick auf die U-21-Akteure Patrick Ebert und Kevin-Prince Boateng, die nach Fehlverhalten nicht für die letzten U-21-Länderspiele nominiert worden waren.
DFB-Präsident Theo Zwanziger begrüßte hingegen Podolskis Entschluss und bezeichnete ihn als „gute und richtige Geste angesichts seines inakzeptablen Verhaltens“. Auch Bierhoff zeigte sich erfreut darüber, „dass Lukas durch eine öffentliche Geste seine Verantwortung annimmt. Wir haben Lukas in unserem Gespräch nach dem Spiel daher deutlich mitgeteilt, dass ein solches Verhalten inakzeptabel ist und dies nicht mehr passieren darf.“
Der DFB befürchtet unterdessen keine Strafe durch den Weltverband FIFA.
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