Mit einem lockeren Ostseespaziergang bei Hansa Rostock hat 1899 Hoffenheim durch einen 4:0 (4:0)-Erfolg die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht und sich gut auf den wesentlich schwierigeren Bundesligaauftakt in der nächsten Woche gegen Werder Bremen eingestimmt.
Die Kraichgauer waren vor 12.600 bewundernswert geduldigen Zuschauern nie gefährdet. Sie profitierten bei den Toren von Demba Ba (14.), Vedad Ibisevic (18., 32.) und Peniel Mlapa (28. ) vor der Pause allerdings auch von krassen Abwehrfehlern der überforderten Gastgeber.
Die Gäste spielten von Anfang an hochkonzentriert ihre technische und körperliche Überlegenheit aus. Die Warnungen von Trainer Ralf Rangnick, den zwei Klassen tiefer spielenden Gegner auf keinen Fall zu unterschätzen, waren offenbar bei den Spielern angekommen. Rangnick verzichtete in der ersten Hälfte noch auf Spielmacher Carlos Eduardo, der in der Woche noch ein Länderspiel in den USA bestreiten musste und noch müde war. Das Fehlen des Brasilianers machte sich aber zu keinem Zeitpunkt bemerkbar.
Das frühe 1:0 für den Bundesligisten brachte zusätzliche Sicherheit auf der einen und Verunsicherung auf der anderen Seite. Nach einem Querschläger des unglücklichen Robert Müller Ba wurde Ba von Ibisevic mustergültig angespielt. Fünf Minuten später sorgte der Bosnier dann selbst für die Vorentscheidung. Er profitierte dabei allerdings von einem kapitalen Fehlpass von Müller, der seinen Torwart anspielen wollte und den gegnerischen Stürmer übersah.
Erst danach schaltete Hoffenheim ein wenig zurück und erlaubte Hansa in der 23. Minute den ersten Torschuss. Kapitän Sebastian Pelzer verpasste das vom neuen Torwart Tim Starke Gehäuse aber knapp. Nachdem der 1,3 Millionen-Euro Zugang Mlapa nach Pass von Ibisevic auf 3:0 erhöht hatte, war die Partie schon vor der Pause entschieden. Ibisevic hatte bei seinem zweiten Treffer nach Flanke von Mlapa allein vor Torwart Jörg Hahnel ganz leichtes Spiel.
Im zweiten Durchgang verwaltete Hoffenheim ohne großes Engagement die Führung, während sich Rostock immerhin noch um den Ehrentreffer bemühte. Mohammed Lartey (64.) hatte dabei die größte Chance, scheiterte aber freistehend an dem toll reagierenden Starke.
Ibesivic und Mlapa ragten bei der Elf von Trainer Ralf Rangnick heraus, die allerdings nie ernsthaft gefordert wurde. Bei den unglücklichen Norddeutschen waren Marcel Schied und Kevin Pannewitz noch die besten Spieler.
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