Selbstmord. Unfassbar! Robert Enke hat sich das Leben genommen. Ein Drama, dessen Ursprung offensichtlich bereits Jahre zurück liegt.
Der Nationalkeeper soll schwer krank gewesen sein. Er litt unter Depressionen. Um die Krankheit in den Griff zu bekommen, soll er zu starken Medikamenten, sogenannten Antidepressiva, gegriffen haben.
Zwischen 2002 und 2004 stand Enke beim FC Barcelona unter Vertrag. Beim spanischen Spitzenklub konnte er sich nicht durchsetzen, Enke wurde bereits nach einem Jahr an den türkischen Rekordmeister Fenerbahce Istanbul ausgeliehen.
In dieser Zeit soll der Torwart regelmäßig die Hilfe eines Psychologen in Anspruch genommen haben. Sein Vater, Dr. Dirk Enke, der als Psychotherapeut in Jena arbeitet, soll die Behandlung seines Sohnes abgelehnt haben. Offensichtlich tat es ihm zu sehr weh, seinen eigenen Sohn leiden zu sehen.
Auch in Istanbul lief es sportlich nicht. Enke soll nach dem glücklosen Saison ernsthaft über ein Karriereende nachgedacht haben. Doch er kämpfte weiter, trotz großer Bedenken der Ärzte. Nach einem Jahr in der Türkei wechselte Enke zum spanischen Klub CD Teneriffa. Die Behandlung, um seine Depressionen in den Griff zu bekommen, liefen offensichtlich weiter. Regelmäßig soll er zu seinem Spezialisten und Vertrauensarzt nach Barcelona geflogen sein.
Als er 2004 nach Deutschland zurückkehrte, fand er sein sportliches Glück in Hannover wieder. Aber auch den Verantwortlichen des Bundesligisten soll schnell aufgefallen sein, dass Enke in seiner Psyche äußerst labil gewesen sei, wie Präsident Martin Kind bestätigte. „Aber er hat das stets überlagert.“
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