Ein Bild, das alles sagt: Lukas Podolski, der EM-Liebling der deutschen Fans. Poldi stürmt nach dem Sieg gegen die Türkei in den deutschen Fan-Block und lässt sich von einem jungen Mann mit dem Nummer-20-Trikot des Ex-Kölners umarmen. Aus beiden sprudelt die Freude über den Final-Einzug grenzenlos heraus. Ein Foto, das um die Welt geht.
Wer ist der Mann, der Poldi so herzlich herzte? EXPRESS weiß: Er heißt Christopher Reiff und kommt aus Reutlingen. Der Podolski-Fan, der an der International School of Management in Dortmund BWL studiert: „Es war ein unfassbarer Moment. Völlig überraschend stürmte Poldi nach dem Schlusspfiff auf mich zu, vielleicht bemerkte er, dass ich sein Trikot trug. Ich fasste ihm um den Nacken, half ihm über die Bande zu klettern. Er fasste mir mit beiden Händen an den Hals. Dann lagen wir uns in den Armen. Auf beiden Seiten war es pure Freude.“
Eine spontane Aktion, wie Poldi sagt: „Die Fans waren am Feiern. Und ich wollte feiern. Die sahen alle aus wie Kölner. Darum bin ich zu denen. Keine Ahnung, wer die waren.“
Dabei war es reiner Zufall, dass Reiff überhaupt im Baseler St.-Jakob-Park war. Er macht derzeit beim Schrauben-Konzern Würth im nahen Straßburg ein Praktikum und hatte sich mit einer handvoll Freunde zum Halbfinale verabredet. Doch am Stadion merkte die Gruppe: eine Karte fehlt.
Reiff: „15 Minuten vor Anpfiff habe ich doch noch ein Ticket bekommen, für 500 Euro – verdammt viel Geld, erst recht für einen Studenten. Aber es hat sich wirklich gelohnt, allein wegen der Poldi-Begegnung.“
Auch den Platz am Spielfeldrand musste sich der Anhänger des VfB Stuttgart erkämpfen. „Meine Kumpels und ich saßen erst im Fanblock der Türken. Irgendwie haben wir es auf die andere Seite geschafft. Nach dem 3:2 war die Freude so groß, das wir bis an die Bande stürmten. Da kam es dann auch zu der Umarmung mit Poldi.“
„Dieses Erlebnis werde ich nie im Leben vergessen“, sagt Reiff, der sich das Foto mit EM-Held Poldi auf XXL-Format vergrößern lässt. „Lukas Podolski ist ein wirklich besondere Spieler und auch Mensch. Er bleibt sich treu und ist wunderbar bodenständig. Das merkt man auch beim Jubel.“
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